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Protease
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Wirkung |
Abbau und Modifikation von Eiweißen |
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Anwendungsbereiche |
Backwaren, Fisch, Fleisch, Aromen, Säuglingsnahrung;
Futtermittel |
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gentechnische Herstellung |
ja |
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Kennzeichnung |
nein |
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EU-Zulassung |
ja (Futtermittel) |
Wirkung
Sammelbezeichnung für verschiedene Enzyme, die Eiweiße (Proteine) oder
Peptide (Eiweißbausteine) spalten bzw. modifizieren.
Proteasen werden natürlicherweise von vielen Mikroorganismen gebildet; sie kommen zudem
in vielen Tieren und Pflanzen vor.
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Tiere bilden Eiweiß spaltende Verdauungsenzyme wie Trypsin, Pepsin oder
Chymosin.
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Bei den Pflanzen hat etwa Ananas eine hohe Proteaseaktivität. Das betreffende Enzym wird
Papain genannt.
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Auch in vielen Lebensmitteln (Fleisch, Käse, Fisch) sind Proteasen vorhanden oder werden im Verlauf von Reifungsprozessen gebildet. Wenn etwa Rindfleisch "abhängt", entstehen Proteasen, welche Proteine abbauen und
so das Fleisch zart machen.
Verwendung
Handelsübliche Protease-Präparate bestehen meist aus verschiedenen Protease-Enzymen. Sie
finden eine breite Verwendung in der Lebensmittelverarbeitung:
Weitere Anwendungsgebiete:
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in Wasch- und Reinigungsmitteln: Proteasen schließen eiweißhaltige Verschmutzungen auf.
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Lederindustrie (Beizen, Enthaaren), Behandlung von Wolle und
Rohseide
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Futterzusatz (bessere
Futterverwertung durch den Aufschluss von Eiweißen)
Gentechnik
In der Lebensmittel- und Futtermittelproduktion eingesetzte
Enzyme werden in der Regel mit gentechnisch veränderten
Mikroorganismen hergestellt. Andere Präparate sind kaum noch auf dem
Markt.
Zulassung und Kennzeichnung
Zulassung. Die Verwendung von Enzymen
ist in der EU gesetzlich geregelt. Besondere Anforderungen für mit
Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellte Enzyme
gibt es nicht.
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Lebensmittel: Lebensmittelenzyme
dürfen in Zukunft nur verwendet werden, wenn sie in einer
"Gemeinschaftsliste" eingetragen sind. Dafür müssen die Enzyme
bestimmte Kriterien erfüllen: Ihr Verzehr muss gesundheitlich
unbedenklich sein, sie müssen technologisch notwendig sein und
dürfen den Verbraucher nicht irreführen. Mit einer ersten
Gemeinschaftsliste ist nicht vor 2015 zu rechnen.
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Futtermittel: Wie alle
Futtermittelzusätze müssen auch Enzyme für diesen Zweck
ausdrücklich erlaubt sein. Voraussetzung dafür ist eine
Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA). Bislang sind fünf Protease (Subtilisin) -Präparate,
meist in Kombination mit
Xylanasen und
Glucanasen, in die EU-weit gültige Positivliste
aufgenommen worden.
Kennzeichnung
- Bei Lebensmitteln müssen Enzyme nicht in der
Zutatenliste aufgeführt (mit wenigen Ausnahmen).
- Bei Futtermitteln gelten Enzyme als Zusatzstoffe und
müssen auf der Verpackung entsprechend deklariert werden.
Grundsätzlich ist die Herstellungsweise
von Enzymen kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit
gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht
besonders gekennzeichnet werden.
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Lebensmittel, hergestellt unter Verwendung von Enzymen. transGEN-Datenbank
Enzyme: Fleisch (Proteasen), Bier
(Acetolactat-Decarboxylase), Backwaren (Amylasen),
Futterzusätze |

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Lebensmittel, Enzyme, Gentechnik. Die Konsumenten
wissen wenig davon, aber Lebensmitteltechnologen schätzen
sie: Enzyme. Viele werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen
hergestellt. Tendenz: steigend. |

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Enzyme: Sanfte Chemie. Als natürliche
Biokatalysatoren steuern Enzyme eine Vielzahl von Vorgängen
in allen Lebewesen. Als isolierte Stoffe werden sie heute in
vielen Industriezweigen eingesetzt und meist biotechnisch -
mit Hilfe von Bakterien, Hefen oder Pilzen - hergestellt. |
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