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Pullulanase

Wirkung Spaltung von Stärken
Anwendungsbereiche Stärkeverzuckerung, Stärkeindustrie
gentechnische Herstellung verbreitet
Kennzeichnung nein

Wirkung

Pullulanasen (auch: Isoamylasen) spalten große PolysaccharidPolysaccharid-Moleküle wie Stärke an einer bestimmten Stelle.

In den Stärkekörnern der Pflanzen liegt die StärkeStärke in zwei unterschiedlichen Varianten vor: AmyloseAmylose (20-30%) und Amylopektin (70-80%):

  • Amylopektin, der Hauptbestandteil in den Stärkekörnern, besteht aus großen, stark verzweigten Molekülen.

  • Amylose hingegen liegt in langen, kettenförmigen Molekülen vor.

  • Der jeweilige Typ bzw. deren Mischungsverhältnis bestimmt die technischen und sensorischen Eigenschaften der Stärke und deren Verwendungsmöglichkeiten.

Pullulanasen zerschneiden die verzweigten Amylopektin-Moleküle, sodass Amylase-Ketten übrig bleiben.

Verwendung

Pullulanase wird überwiegend zusammen mit anderen Stärke spaltenden Enzymen (GlucoamylaseGlucoamylase) eingesetzt

Gentechnik

Pullulanasen werden durch Fermentation mit Hilfe von Bakterien oder Schimmelpilzkulturen gewonnen.

  • In Europa werden drei von sechs Pullulanase-Präparaten mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt und vor allem bei der Stärkeverzuckerung eingesetzt.

Zulassung und Kennzeichnung

Zulassung. Die Verwendung von Enzymen ist in der EU gesetzlich geregelt. Besondere Anforderungen für mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellte Enzyme gibt es nicht. Dieses wird jedoch bei der Risikobewertung von Enzymen berücksichtigt.

  • Lebensmittelenzyme dürfen in Zukunft nur verwendet werden, wenn sie in einer "Gemeinschaftsliste" eingetragen sind. Dafür müssen die Enzyme bestimmte Kriterien erfüllen: Ihr Verzehr muss gesundheitlich unbedenklich sein, sie müssen technologisch notwendig sein und dürfen den Verbraucher nicht irreführen. Mit einer ersten Gemeinschaftsliste ist nicht vor 2013 zu rechnen.

Kennzeichnung. Die Herstellungsweise von Enzymen ist kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht besonders gekennzeichnet werden.

  • Bei Lebensmitteln sind Enzyme in der Regel nicht deklarationspflichtig. Nur Enzyme, die wie Zusatzstoffe im Lebensmittel eine technologische Funktion erfüllen, müssen auf der Zutatenliste aufgeführt werden.

  

Süßes aus Stärke. Pflanzliche Stärke ist Rohstoff für viele Lebensmittelzutaten. Doch dafür müssen die langen Stärkemoleküle in kleine Einheiten aufgespalten werden. Die Werkzeuge dafür sind Enzyme. Sie werden zu einem großen Teil mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Deswegen ist die "Stärkeverzuckerung" eines der wirtschaftlich bedeutendsten Anwendungsfelder der Gentechnik.

Zucker und Süßstoffe.

transGEN-Datenbank Pflanzen / Lebensmittel: Zuckerrübe, Zuckerrohr, Aspartam, Glukosesirup

Thema: Enzyme
Lebensmittel, Enzyme, Gentechnik. Zahlreiche Enzyme werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt.
03. Mai 2012 [nach oben springen]

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