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Pullulanase

Wirkung Spaltung von Stärken
Anwendungsbereiche Stärkeverzuckerung, Stärkeindustrie
gentechnische Herstellung ja
Kennzeichnung nein

Wirkung

Pullulanasen (auch: Isoamylasen) spalten große PolysaccharidPolysaccharid-Moleküle wie Stärke an einer bestimmten Stelle.

In den Stärkekörnern der Pflanzen liegt die StärkeStärke in zwei unterschiedlichen Varianten vor: AmyloseAmylose (20-30%) und Amylopektin (70-80%):

  • Amylopektin, der Hauptbestandteil in den Stärkekörnern, besteht aus großen, stark verzweigten Molekülen.

  • Amylose hingegen liegt in langen, kettenförmigen Molekülen vor.

  • Der jeweilige Typ bzw. deren Mischungsverhältnis bestimmt die technischen und sensorischen Eigenschaften der Stärke und deren Verwendungsmöglichkeiten.

Pullulanasen zerschneiden die verzweigten Amylopektin-Moleküle, sodass Amylase-Ketten übrig bleiben.

Verwendung

Pullulanase wird überwiegend zusammen mit anderen Stärke spaltenden Enzymen (GlucoamylaseGlucoamylase) eingesetzt

Gentechnik

In der Lebensmittelproduktion eingesetzte Enzyme werden in der Regel mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Andere Präparate sind kaum noch auf dem Markt.

Zulassung und Kennzeichnung

Zulassung. Die Verwendung von Enzymen ist in der EU gesetzlich geregelt. Besondere Anforderungen für mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellte Enzyme gibt es nicht.

  • Lebensmittelenzyme dürfen in Zukunft nur verwendet werden, wenn sie in einer "Gemeinschaftsliste" eingetragen sind. Dafür müssen die Enzyme bestimmte Kriterien erfüllen: Ihr Verzehr muss gesundheitlich unbedenklich sein, sie müssen technologisch notwendig sein und dürfen den Verbraucher nicht irreführen. Mit einer ersten Gemeinschaftsliste ist nicht vor 2015 zu rechnen.

Kennzeichnung 

  • Bei Lebensmitteln müssen Enzyme nicht in der Zutatenliste aufgeführt (mit wenigen Ausnahmen).

Grundsätzlich ist die Herstellungsweise von Enzymen kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht besonders gekennzeichnet werden.

  

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Süßes aus Stärke. Pflanzliche Stärke ist Rohstoff für viele Lebensmittelzutaten. Doch dafür müssen die langen Stärkemoleküle in kleine Einheiten aufgespalten werden. Die Werkzeuge dafür sind Enzyme. Sie werden zu einem großen Teil mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Deswegen ist die "Stärkeverzuckerung" eines der wirtschaftlich bedeutendsten Anwendungsfelder der Gentechnik.
02. April 2013 [nach oben springen]

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