Fisch

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Produkte aus gv-Fischen ja
Fütterung mit gv-Futtermitteln nein
Futterzusätze (Vitamine, Enzyme), hergestellt mit gv-Mikroorganismen nein

Die planmäßige Züchtung von Speisefischen und ihre Haltung unter kontrollierten Bedingungen (Aquakultur) hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Nach Angaben der FAO wurden 2014 bereits 73,8 Millionen Tonnen Fische in Aquakultur erzeugt.

  • Noch vor den traditionellen Süßwasserfischen Forelle und Karpfen hat sich der Lachs zum Hauptprodukt der Fischzucht entwickelt.
  • Die Fischzucht ist sowohl bei Seefischen wie Kabeljau, Heil- und Steinbutt als auch bei exotischen Fischen wie beispielsweise Buntbarsch (Tilapia) möglich.

Nur Fischarten, die in Aquakultur gehalten werden können, können auch gentechnisch verändert werden:

  • Lachs, Forelle, Karpfen, auch Kabeljau, Steinbutt, Heilbutt, Buntbarsch (Tilapia)

Ziele dabei sind:

  • schnelleres Wachstum und Gewichtszunahme durch Übertragung von Genen für Wachstumshormone bzw. deren Überregulation
  • Anpassung an tiefere Wassertemperaturen durch Übertragung von Genen für „Anti-Frost-Proteine“
  • Resistenzen gegen Krankheiterreger (Bakterien, Viren)
  • Toleranz gegenüber geringem Sauerstoffgehalt des Wassers
  • Bessere Futterverwertung

Zulassung: In den USA wurde 2015 erstmals die kommerziellen Zucht von schnell wachsenden gv-Lachsen und deren Vermarktung als Lebensmittel zugelassen.
Ein Jahr später wurde auch in Kanada gv-Lachs als Lebensmittel genehmigt. 2018 soll die Vermarktung von gv-Lachs in USA und Kanada beginnen.

Zulassungen für die EU liegen nicht vor und sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.

Futtermittel: Bei einigen in der Fischzucht verwendeten Futterzusätzen sind gentechnische Anwendungen möglich: