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Wein
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mögliche Anwendung der
Gentechnik |
Kennzeichnung |
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Enzyme, hergestellt mit Hilfe von gv-Mikroorganismen |
nein |
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gv-Hefe (bei Wein aus USA) |
nein |
Erläuterung zum Produkt
Wein ist ein alkoholisches Getränk, das durch die Vergärung von Trauben entsteht. Neben dem Alkohol enthält es Fruchtsäuren und verschiedene Geruchs- und Geschmackstoffe, die dem Wein seine einzigartige Note geben.
Weinherstellung:
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Nach der Ernte werden die Trauben von den Stielen getrennt
und in Mühlen vorsichtig zur Maische zerquetscht.
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Für Weißwein pressen die Winzer die Trauben direkt
ab und lagern den gewonnenen Saft, den Most, zur Gärung in
Fässern.
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Für Rotwein lässt man die Maische, also die gequetschten
Trauben, einige Tage gären. Der entstehende Alkohol löst unter
Einwirkung von Enzymen Farb- und Aromastoffe aus der Schale. So
erhält der Rotwein seine charakteristische Farbe. Erst danach
beginnt die Fassgärung des Mosts.
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Winzer verlassen sich heute nicht mehr ausschließlich auf
die "Spontangärung", die durch die auf den Trauben vorhandenen
Mikroorganismen in Gang gesetzt wird. Meist geben sie
Reinzuchthefen hinzu, um den Gärprozess besser kontrollieren zu
können.
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Unter bestimmten Umständen ist die Zugabe von Zucker und
verschiedenen Zusatzstoffen (schweflige Säure, Sulfate,
Phosphate, Sorbinsäure) erlaubt. Da ein Zutatenverzeichnis bei
Wein nicht vorgeschrieben ist, müssen diese nicht deklariert
werden.
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siehe auch: Bier, Spirituosen
Mögliche Anwendungen der Gentechnik
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Weinrebe
Für die Erzeugung der Trauben, dem wichtigsten und für die Qualität des Weins entscheidenden Rohstoff, werden derzeit keine gv-Rebsorten
eingesetzt. Eine mögliche Markteinführung ist noch weit
entfernt.
An einigen Zielen bei der Rebenzüchtung wird auch mit gentechnischen Verfahren
gearbeitet. Dabei
geht es vor allem um Resistenzen gegen Pilze, Viren oder
bakterielle Erreger (Echter und Falscher Mehltau,
Grauschimmel). Vereinzelt wird auch an Trauben mit
veränderten Eigenschaften wie Kernlosigkeit, Farbe und Zuckergehalt gearbeitet sowie an Rebstöcken mit größerer
Kältetoleranz.
In Deutschland wurden zwischen 1999
und 2005 Freisetzungen mit transgenen pilzresistenten Rebstöcken
durchgeführt.
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Hefe
Gentechnisch veränderte Hefen befinden sich in der Regel noch im
Experimentier- oder Entwicklungsstadium. In den EU-Ländern sind sie
derzeit nicht auf dem Markt.
Ziele der Forschung bei gv-Hefen sind Verkürzung der Gärzeiten,
Geschmacksverbesserung, Aromastabilität, Erhöhung der Gärleistung
mit dem Ziel der vollständigen Vergärung des Zuckers und Reduzierung
des Gehalts an gesundheitsschädlichen Stoffen.
In den USA, Kanada und Moldawien ist eine gv-Hefe (ML01) zugelassen. Sie enthält Gene
aus einem Milchsäurebakterium und ist damit in der Lage,
die im Verlauf der Gärung entstehende (sauer schmeckende) Apfelsäure
in (mildere) Milchsäure umzuwandeln. Der mit dieser gv-Hefe erzeugte
Wein soll sich nicht nur durch besseren Geschmack und Farbstabilität
auszeichnen, sondern auch durch einen geringeren Gehalt an
Histaminen. Diese Stoffe entstehen als Nebenprodukte bei der
Umwandlung von Apfel- in Milchsäure und können bei dafür
empfindlichen Menschen Kopfschmerzen auslösen.
Die Hefe wird in den USA kommerziell vertrieben. In wie weit die ML01-Hefe tatsächlich von US-amerikanischen Winzern
verwendet wird, ist nicht bekannt. Viele Winzer, vor allem aus
Kalifornien, haben sich einer Erklärung angeschlossen, dass in ihren
Weinen keine gv-Organismen eingesetzt würden.
In Kanada wurde eine gv-Hefe entwickelt, die bei
Wein, aber auch bei anderen Fermentationsprozessen eingesetzt werden kann. Die Veränderung zielt
darauf ab, den Gehalt des krebserregenden Stoffes Ethylcarbamat zu
reduzieren. Dieser kann natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln und
Getränken wie z.B. Spirituosen, Wein, Bier, Brot, Sojasoße und
Joghurt vorkommen, wenn Hefe während des
Fermentationsprozesses Harnstoff abgibt, der mit Ethanol zu Ethylcarbamat reagiert. Die gv-Hefe ist in Kanada zugelassen und in
den USA als sicher eingestuft worden (GRAS, Generally Recognized
as Safe).
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Enzyme
Eine vergleichsweise neue Entwicklung ist der Einsatz von Enzymen
bei der Weinherstellung.
Bei Weißweinen sollen die Enzyme während des Pressens die Saftausbeute und den Gehalt an ausgelösten Aromen sowie deren Begleitstoffe erhöhen. Dadurch ist zugleich eine
schonende Behandlung der Trauben möglich.
Bei Rotweinen fördern sie die Extraktion von Tanninen, Aroma- und
Farbstoffen.
Andere Enzyme werden dem Wein nach der alkoholischen Gärung
zugefügt, um Reststoffe oder unerwünschte Stoffwechselprodukte
abzubauen. Diese Behandlung soll das Klären und Filtern des jungen
Weins erleichtern.
Während deutsche Winzer mit der Anwendung zögern, haben vor allem
ihre französischen Kollegen weniger Scheu vor den neuen Enzymen.
Diese werden sogar bei bekannten, hochwertigen Qualitätsweinen
zugesetzt.
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Zulassung und Kennzeichnung
Bei Zulassung und Kennzeichnung gelten je nach Art der
gentechnischen Anwendung unterschiedliche Regelungen.
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Gv-Weinreben
Ein kommerzieller Einsatz gv-Weinreben wäre
in der EU zulassungspflichtig. Der aus diesen Reben
hergestellte Wein wäre zu kennzeichnen.
Importierter Wein aus gv-Reben wäre ebenfalls zulassungs-
und kennzeichnungspflichtig. |
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Gv-Hefe
Gv-Hefe muss in der EU als gentechnisch veränderter
Organismus (GVO) zugelassen werden.
Sofern gv-Hefe aus dem Wein vollständig entfernt wurde und dort
nicht mehr nachweisfähig ist, muss die Verwendung von gv-Hefe auf
dem Wein nicht deklariert werden. Hefe gilt dann rechtlich nicht
als "Weinzutat". Ohnehin ist bei Wein kein Zutatenverzeichnis
vorgeschrieben.
Ähnliches gilt für importierten Wein, der mit gv-Hefe hergestellt
wurde: Er ist weder zulassungs-, noch kennzeichnungspflichtig. |
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Enzyme, hergestellt mit Hilfe von gv-Mikrooganismen.
Für Enzyme
besteht europaweit eine Zulassungspflicht. Eine besondere
Kennzeichnung von Enzymen, die mit Hilfe von gentechnisch
veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, ist nicht
vorgesehen. |
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Der Stand der Forschung. transGEN-Datenbank
Pflanzen: Weintraube, Himbeere, Ananas, Erdnüsse |

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Traditionelle und moderne Biotechnologie. Bier, Käse,
Wurst.... ohne Mikroorganismen gäbe es viele Lebensmittel
nicht. Gentechnisch verändert sind jedoch nur solche
Mikroorganismen, die in technischen Anlagen Zusatzstoffe,
Aminosäuren Vitamine und andere Hilfsstoffe produzieren. |

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Lebensmittel, Enzyme, Gentechnik. Die Konsumenten
wissen wenig davon, aber Lebensmitteltechnologen schätzen
sie: Enzyme. Viele werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen
hergestellt. Tendenz: steigend. |
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Biologische Sicherheitsforschung zu gentechnisch
veränderten Pflanzen: Berichte, Ergebnisse, Videos |
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