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Schwein

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Fütterung mit gv-Futtermitteln nein
Futterzusätze (Vitamine, Enzyme), hergestellt mit gv-Mikroorganismen nein

 

Weltweit hat sich der Schweinebestand in den vergangenen fünfzig Jahren verdreifacht. Zartes Fleisch mit wenig Fett ist bei den Konsumenten besonders gefragt.

In der Schweinezucht sind moderne Fortpflanzungstechniken wie künstliche Besamung und Befruchtung verbreitet. Allerdings ist die künstliche Befruchtung bei Schweinen komplizierter als etwa bei Rindern, da Sauen häufig erst empfänglich werden, wenn sich ein Eber im Stall befindet.

Mögliche Anwendungen der Gentechnik

Züchtung

In der Nutztierzüchtung werden zwar verschiedene gentechnische Verfahren eingesetzt. Bisher sind jedoch noch keine gentechnisch veränderten Schweine erzeugt worden, die im Lebensmittelbereich praktische Anwendung finden könnten.

Mit gentechnischen Verfahren versuchen die Züchter folgende Ziele zu erreichen:

  • mit Omega-3-Fettsäuren angereichertes Schweinefleisch;

  • Schweine, die das im Futter enthaltene Phosphat besser verwerten, sodass ihre Gülle weniger Phosphat enthält und daher die Umwelt weniger belastet; 

  • schnelleres Wachstum, sodass die Zeit bis zur Schlachtreife verkürzt wird;

  • Ausschaltung des unerwünschten Ebergeruchs, damit das Kastrieren der Ferkel nicht mehr notwendig ist.

Die Entwicklung von "umweltschonenden" Schweinen ist am weitesten fortgeschritten. In Kanada wird zu Versuchszwecken eine Herde dieser Schweine gehalten, in deren Genom ein Gen für das Phosphat spaltende Enzym Phytase eingefügt wurde. Auf mittlere Sicht könnten diese Schweine - und damit die aus ihnen hergestellten Fleisch- und Wurstwaren - in Kanada und den USA auf den Markt kommen.

Für künftige Anwendungen im medizinischen Bereich sind Schweine gentechnisch so verändert worden, dass ihre Organe bei einer Transplantation vom menschlichen Körper nicht abgestoßen würden (XenotransplantationXenotransplantation). In etwa zehn Jahren, so Prognosen, könnten solche Schweine als "Organspender" eingesetzt werden.

Tierhaltung

Futtermittel:Futtermittel: Schweinefutter enthält in der Regel SojaSojaschrot, KörnermaisKörnermais und Maiskleber, teilweise auch Sojaöl und RapsRapsschrot. Diese Rohstoffe können aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen.

Verschiedene in der Schweinehaltung verwendete Futterzusätze können mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden:

 

Tierfutter: Mit Gentechnik.  Die europäischen Landwirte benötigen weit mehr Futtermittel als sie selbst erzeugen können. Jährlich führt die EU deswegen 35 Millionen Tonnen eiweißreiche Sojabohnen ein, vor allem aus Brasilien, Argentinien und USA. Dort ist der Anbau gentechnisch veränderter Sorten der Normalfall. Wenn es nicht bewusst "ohne Gentechnik" produziert wird, ist Mischfutter im Regelfall "gentechnisch verändert". Eine Kennzeichnung der damit erzeugten Lebensmittel - Milch, Fleisch, Eier - ist nicht vorgeschrieben.

Gentechnisch veränderte Tiere: Der Stand der Dinge

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Schwein, Huhn, Rind, Lachs

11. Januar 2012 [nach oben springen]

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