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Geflügel

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Fütterung mit gv-Futtermitteln nein
Futterzusätze (Vitamine, Enzyme), hergestellt mit gv-Mikroorganismen nein

 

In der Geflügelzucht wird fast ausschließlich die so genannte Hybridzüchtung angewandt und von wenigen großen Unternehmen koordiniert. Die Masttiere für die Fleischerzeugung und die Legetiere für die Eierproduktion werden getrennt gezüchtet.

Als Legehybride werden Legehennen bezeichnet, die aus einer Kreuzung von ausgewählten, erprobten Zuchtlinien stammen. Sie haben eine höhere Legeleistung und sind robuster als reine Rassen, können diese Eigenschaften aber nicht weitervererben.

  • siehe auch Lebensmittelprodukte: EierEier

Mögliche Anwendungen der Gentechnik

Züchtung

In der Nutztierzüchtung werden zwar verschiedene gentechnische Verfahren eingesetzt. Bisher ist jedoch noch kein gentechnisch verändertes Geflügel für die Eier- oder Fleischerzeugung entwickelt worden, das auf mittlere Sicht praktische Anwendung finden könnte.

Mit gentechnischen Verfahren versuchen die Züchter folgende Ziele zu erreichen:

  • stärkeres Muskelwachstum (vor allem im Brustbereich)

  • höhere Legeleistung

Für künftige Anwendungen im medizinischen Bereich sind gentechnisch veränderte Hühner entwickelt worden, die in ihren Eiern Impfstoffe oder Antikörper zur Bekämpfung von Krebs anreichern.

Tierhaltung

Futtermittel:Futtermittel: Geflügelfutter enthält in der Regel KörnermaisKörnermais, Maiskleber und SojaSojaschrot, häufig auch RapsRapsschrot. Diese Rohstoffe können aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen.

Verschiedene in der Geflügelhaltung verwendete Futterzusätze können mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden:

  

Tierfutter: Mit Gentechnik.  Die europäischen Landwirte benötigen weit mehr Futtermittel als sie selbst erzeugen können. Jährlich führt die EU deswegen 35 Millionen Tonnen eiweißreiche Sojabohnen ein, vor allem aus Brasilien, Argentinien und USA. Dort ist der Anbau gentechnisch veränderter Sorten der Normalfall. Wenn es nicht bewusst "ohne Gentechnik" produziert wird, ist Mischfutter im Regelfall "gentechnisch verändert". Eine Kennzeichnung der damit erzeugten Lebensmittel - Milch, Fleisch, Eier - ist nicht vorgeschrieben.

Gentechnisch veränderte Tiere: Der Stand der Dinge

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Schwein, Huhn, Rind, Lachs

Gentechnisch veränderter Tiere. Viel Aufregung, wenig Anwendung. Im Lebensmittelbereich wird es auf längere Sicht keine gentechnisch veränderten Tiere geben.
11. Januar 2012 [nach oben springen]

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