Erdnuss Ernte 2

Erdnuss

Forschungsschwerpunkt Pilz- und Virusresistenz, Trockentoleranz, Reduzierung des allergenen Potenzials
Freilandversuche USA: 69 (1993-2015)
Indien, China, Südafrika, Pakistan

Die Erdnuss stammt ursprünglich aus Südamerika und gehört zu den Hülsenfrüchten. Sie wird heute weltweit in tropischen, subtropischen und warmgemäßigten Klimaregionen angebaut.

Die wichtigsten Erzeugerländer sind China, Indien, Nigeria und die USA. 2016 wurden weltweit 44 Millionen Tonnen produziert. Europa importiert Erdnüsse vor allem aus den USA, Argentinien, Sudan, Senegal und Brasilien. Die einzigen EU-Länder mit einem nennenswerten Erdnussanbau sind Griechenland und Spanien.

Erdnusspflanze

Erdnüsse sind stark allergen, da sie vermutlich mehrere Proteine besitzen, die Allergien auslösen können. Mit den neuen Verfahren des Genome Editings wie CRISPR/Cas könnte es gelingen, die Gene für solche Allergene „abzuschalten“.

Großes Foto oben: Sommai Larkjit/123RF

Die Erdnuss hat bei einem Eiweißgehalt von 25 Prozent einen hohen Nährwert. Mit 180 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm Erdnüsse gehört sie zu den magnesiumsreichsten Nahrungsmitteln.

Die Erdnuss wird roh verzehrt oder verarbeitet als Knabbergebäck, Brotaufstrich wie Erdnussbutter, Erdnuss-Öl ( pflanzliche Öle), in Süßwaren und Schokoriegeln. Sowohl die Samen als auch die Grünmasse werden als Futtermittel genutzt.

Wegen ihres hohen Ölgehalts (50 Prozent; zum Vergleich Sojabohnen 18 - 25 Prozent) können Erdnüsse auch für die Produktion von Biodiesel verwendet werden. Vor allem in den USA wird an entsprechenden Verfahren gearbeitet.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

  • Pilzresistenz: Resistenzen gegen Pilzerreger wie Sclerotinia oder Aspergillus flavus.
    In den USA, aber auch in anderen Ländern sind unter Nutzung gentechnischer Methoden Erdnüsse mit neuen Resistenzkonzepten gegen verschiedene Pilzkrankheiten entwickelt worden (siehe Kasten rechts).
    Einige dieser Pilze, etwa Aspergillen, bilden starke Gifte (Mykotoxine, Aflatoxine). Erdnüsse sind dafür anfällig, vor allem nach der Ernte unter bestimmten Lagerungsbedingungen. Daher ist bei Erdnüssen ein besonderer Aufwand erforderlich, damit keine mit Aflatoxin belasteten Erdnüsse in den Handel kommen.
  • Virusresistenz: Resistenzen gegen verschiedene Viren wie z.B. Peanut Clump Virus (PCV)
  • Insektenresistenz: in der Regel durch Anwendung des Bt-Konzepts
  • Trockentoleranz:
    Erdnüsse brauchen nicht nur viel Wärme, sondern auch viel Wasser. Wenn es nicht jährlich 50 - 100 cm Regen gibt, muss bewässert werden. Für einen ressourcensparenden Anbau ist es daher ein wichtiges Ziel, trockentolerante Erdnüsse zu entwickeln, die mit weniger Wasser auskommen.

    In den USA werden gv-Erdnüsse, die Trockenheit besser vertragen, im Freiland getestet. Auch in Südafrika gab es Freilandversuche mit trockentoleranten Erdnüssen.

    Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts versuchen Indien und Japan eine gentechnisch veränderte Erdnuss zu entwickeln, die mit weniger Wasser auskommt und auf versalzten Böden wachsen kann. Auch hier gibt es bereits Feldversuche in Indien.

Pflanzenentwicklung

  • Ertragssteigerung

Produkteigenschaften

Bodensanierung

  • Schwermetalltoleranz für die Sanierung von Böden, die mit Schwermetallen belastet sind