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Baumwolle
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Forschung |
Insektenresistenz,
Herbizidtoleranz, Anpassung an
Standortfaktoren |
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Freilandversuche |
EU 96
USA ca. 1110, weitere 17 Länder |
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Zulassungen |
EU 8
USA, Japan, Mexiko, weitere 17 Länder |
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Anbau |
Indien, USA, China, weitere 12 Länder |
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- Merkmal |
Insektenresistenz, Herbizidtoleranz |
Landwirtschaft
Baumwollpflanzen werden weltweit vorwiegend in tropischen und
subtropischen, aber auch in trockenen, warmen Klimaregionen der
gemäßigten Breiten angebaut.
Führend in der Baumwollproduktion sind
Indien, China, die USA, Pakistan, Usbekistan und Brasilien. In
Europa wird Baumwolle in Griechenland, Bulgarien und Spanien
angebaut. 2011 wurden weltweit auf 33,5 Millionen Hektar Baumwolle
angepflanzt, der Anteil an gv-Baumwolle betrug 74 Prozent (24,7 Millionen
Hektar).
Verwendung
Baumwolle ist eine
Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanze Gossypium hirsutum
gewonnen wird. Seit Tausenden von Jahren wird Baumwolle zu
Naturtextilien verarbeitet. In Europa ging im 19. Jahrhundert der
Flachsanbau zur Herstellung von Leinen
stark zurück, weil Baumwolle die heimische Naturfaser ersetzte. Im
20. Jahrhundert machten dann Polyesterfasern der Baumwolle
Konkurrenz. Anfang des 21. Jahrhunderts wurden erstmals weltweit
mehr Textilien aus Kunstfasern hergestellt als aus Baumwolle.
Nach der Ernte werden die Fasern von den eiweiß- und fettreichen
Samen abgetrennt. Bei der Verarbeitung
fallen verschiedene Nebenprodukte an, die als Lebens- und
Futtermittel genutzt werden:
-
Öl: Das hochwertige
Baumwollsaatöl findet Verwendung als
Speise- oder Frittieröl sowie in
Margarine.
-
Schrote: Das eiweißreiche Schrot wird vor allem als Tierfutter
verwendet. Es ist aber auch Grundstoff für
Eiweißpräparate und -isolate sowie Baumwollsaatmilch.
-
"Linters": Diese sehr kurzen, nicht verspinnbaren Fasern haften an
den Baumwollsamen. Sie bestehen fast ausschließlich aus Cellulose.
Aus ihnen werden verschiedene Lebensmittelzusatzstoffe wie
Cellulose E 460 oder
Methylcellulose E 461 gewonnen. Sie
dienen der Lebensmittelwirtschaft als Verdickungsmittel,
Stabilisatoren, Emulgatoren oder Füllstoff.
Nachwachsende Rohstoffe
-
Hauptabnehmer für Baumwoll-Linters ist die Papierindustrie. Aus
ihnen
werden vor allem hochwertige, reißfeste Papiere hergestellt, etwa
für Geldscheine.
Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung
Anbaueigenschaften
Resistenzen gegen Schädlinge
Resistenzen gegen Krankheitserreger
Unkrautmanagement
Anpassung an Klima- und Standortfaktoren
Produkteigenschaften
veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe
veränderte Fasereigenschaften
Freilandversuche mit gv-Baumwolle
| EU |
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Gesamtanzahl Anträge |
96 |
| Länder |
Spanien 85, Griechenland 10, Frankreich 1 |
| Zeitraum |
1997-2013 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz, Insekten- und Pilzresistenz, Trockentoleranz |
| Weltweit |
| USA |
ca. 1110 |
| Zeitraum |
1985-2012 |
| Weitere
Länder |
Argentinien,
Australien, Japan, China, Indien, Burkina Faso, Kolumbien, Uganda,
Südafrika, Pakistan, Tansania, Kenia, Malawi, Simbabwe, Vietnam,
Guatemala, Paraguay, Costa Rica |
Nutzung von gv-Baumwolle
| Zulassungen EU |
| |
zum Anbau |
als Lebens-/
Futtermittel |
| Antrag |
1 |
11 |
| Zulassung |
|
8 |
| Merkmale |
Insektenresistenz, Herbizidtoleranz |
| Zulassungen weltweit |
| |
zum Anbau |
als Lebens- /
Futtermittel |
| USA |
12 |
14 |
| Japan |
5 |
16 |
| Mexiko |
1 |
17 |
| Australien |
8 |
15 |
| Costa Rica |
12 |
|
| Korea |
|
11 |
| Kanada |
|
10 |
| Brasilien |
9 |
9 |
| Philippinen |
|
7 |
| Südafrika |
6 |
6 |
| Kolumbien |
2 |
5 |
| China |
|
5 |
| Singapur |
|
4 |
| Argentinien |
3 |
3 |
| Indien |
3 |
|
| Pakistan |
2 |
|
| Indonesien |
2 |
|
| Burkina Faso |
1 |
|
| Paraguay |
1 |
1 |
| Myanmar |
1 |
|
| Merkmale |
Insektenresistenz, Herbizidtoleranz |
Gezählt
werden jeweils verschiedene gv-Baumwoll-Linien ( Events). |
| Anbau |
| EU |
Der Anbau von gv-Baumwolle ist bisher nicht erlaubt. Es liegen
jedoch ein Antrag auf Zulassung zum Anbau vor. |
| USA |
In den USA wird seit 1996 gv-Baumwolle angebaut, 2012 auf
4,74 Mio. ha (94% der Gesamtanbaufläche von Baumwolle). |
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Weitere Länder |
2012: Indien etwa 10,6 Mio. ha (88%)
2012: China 4 Mio. ha (ca. 81%),
2012:
Argentinien 350.000 ha (99 %)Australien, Mexiko, Brasilien,
Kolumbien, Südafrika, Burkina Faso, Sudan.
In Pakistan fanden Anbauversuche mit Bt-Baumwolle
statt (2005-2006). 2008 wurde inoffiziell Bt-Baumwolle angebaut, 2012
sollen diese Flächen 2,8 Mio. Hektar betragen (82% der Baumwollanbaufläche).
Auch in Myanmar wurde 2010 erstmals gv-Baumwolle angebaut. 2012 wuchs
auf 84% der gesamten Baumwollanbaufläche eine
in Myanmar entwickelte Bt-Baumwolle.
In Paraguay wurde 2012 gv-Baumwolle erstmals auf 45.000 ha (45%)
angebaut, in Costa Rica ebenso auf 91 ha.
In Kenia wird 2014
die Markteinführung einer Bt-Baumwolle erwartet. Vietnam strebt
ebenfalls an, ab
2014 gv-Baumwolle anzubauen. Auch auf den
Philippinen gibt es ähnliche Bestrebungen. |
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Der Anbau gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle in Indien
hat Erträge, Gewinne und Wohlstand der bäuerlichen Haushalte
gesteigert. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie, die
Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen im Juli 2012
veröffentlicht haben. Die Studie stellt einige gängige
Vorurteile zum Bt-Baumwollanbau in Indien infrage. |

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Gv-Baumwolle wird in vielen Ländern auf allen
Kontinenten mit Ausnahme Europas angebaut. Drei Viertel der
Welt- Baumwollproduktion entfallen auf gv-Sorten. |
Hinweise zu "Forschung und Entwicklung"
- Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus
geforscht.
- Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits
Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
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Zahlen Freisetzungsversuche EU In der Regel werden
einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben.
Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an
mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass
genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden. |
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