Chicorée, Radicchio
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Forschung |
männliche Sterilität, Inhaltsstoffe |
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Freilandversuche |
EU 48
USA 1 |
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Zulassungen |
USA 1 |
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Anbau |
kein Anbau |
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- Merkmal |
männliche Sterilität, Hybridzüchtung |
Landwirtschaft
Chicorée oder Radicchio sind kultivierte
Formen der Zichorie, auch Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus),
die in Europa und in einigen afrikanischen und asiatischen Regionen
heimisch ist. Die Zichorie wird traditionell als Arznei- und
Heilpflanze bei zahlreichen Krankheiten und Beschwerden verwendet.
Die heute bekannte Form der als Salat oder
Gemüse genutzten Chicorée sind junge Triebe der Wurzeln. Die Samen werden im Frühjahr
ausgesät. Die im Herbst geernteten Wurzeln werden in
völliger Dunkelheit eingelagert. Nach einiger Zeit bilden sich
Triebe. Ohne Licht kann sich der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll
nicht entwickeln: die
Blätter bleiben weiß, die Spitzen gelb. Auf diese Weise wird die
Bildung des Bitterstoffs Intybin unterdrückt, der zusammen mit
Chlorophyll entsteht.
Radicchio
(auch: rote Endivie) ist eine vor allem in Italien bekannte Form der
Zichorie. Die rote Färbung geht auf Anthocyane ( Sekundäre
Pflanzenstoffe) zurück. Seit einiger Zeit wird Radicchio
auch nördlich der Alpen angebaut. Anders als bei Chicorée nutzt man
bei Radicchio die Blätter (Köpfe) der Pflanze.
Verwendung
Alle drei Sorten der Salat-Zichorie sind
typische Wintergemüse.
Die Triebe eignen sich zum Verzehr
-
roh als Salat
-
gedünstet als Warmgemüse
Chicorée wird
auch als Rohstoffquelle für Inulin genutzt. Diese Pflanzenfaser wird neuerdings als Füll- und Ballaststoffe für funktionelle bzw. gesundheitsfördernde Lebensmittel
verwendet (präbiotische Produkte für Functional
Foods).
Bis in die Nachkriegszeit wurde
Wurzelzichorie geröstet als Ersatzkaffee verwendet.
Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung
Pflanzenentwicklung
Anbaueigenschaften
Resistenzen gegen Krankheitserreger
Produkteigenschaften
Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe
Nachwachsende Rohstoffe
Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen
-
Molecular Pharming: In der
Entwicklung ist ein gv-Chicorée, der in der Wurzel Artemisinin produziert. Dieser
natürlicherweise in Einjährigem Beifuß vorkommende Stoff ist ein
wirksames Mittel gegen Malaria.
Die Extraktion von Artemisinin ist jedoch aufwändig und teuer. Inzwischen
ist es gelungen, eine biotechnische Herstellung zu entwickeln. Prinzipiell
ist es auch möglich, Pflanzen wie Chicorée als biologisches System für die
Synthese von Artemisinin zu nutzen.
Freilandversuche mit gv-Chicorée
| EU |
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Gesamtanzahl Anträge |
48 |
| Länder |
Belgien 13,
Niederlande 10, Frankreich 5, Italien 16, England 4 |
| Zeitraum |
1992-2004 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz, männliche Sterilität, veränderter
Kohlenhydratstoffwechsel (seit 2000) |
| Weltweit |
| USA |
1 |
| Zeitraum |
1995 |
Nutzung von gv-Chicorée
| Zulassungen EU |
1995 erhielt
das niederländische
Unternehmens Bejo Zaden eine EU-Zulassung für gv-Chicorée/Radicchio
mit einer gentechnisch erzeugten männlichen
Sterilität. Die Nutzung war auf die Saatguterzeugung
beschränkt. Die Zulassung ist inzwischen nicht mehr gültig. Ein weiterer Antrag auf Zulassung von Salat und Gemüse aus
gv-Chicorée bzw. Radicchio wurde nach der
damals gültigen Novel Food-Verordnung gestellt, jedoch noch vor
einer Entscheidung wieder zurückgezogen. |
| Zulassungen weltweit |
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zum Anbau |
als Lebens- /
Futtermittel |
| USA |
1 |
1 |
| Merkmale |
männliche Sterilität, Herbizidtoleranz als Marker |
| Anbau |
| EU |
Anbau und Vermarktung von gv-Chicorée/Radicchio sind in
der EU nicht erlaubt. |
| USA |
kein Anbau |
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