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Paprika

Forschung  Virusresistenz, Reifeverzögerung
Freilandversuche USA 12
China, Pakistan
Zulassungen China
Anbau In China sollen gv-Paprika angebaut werden. Verlässliche Informationen hierzu liegen jedoch nicht vor.

 

Landwirtschaft

Zu der Paprika-Art Capsicum annuum gehören sowohl milde Gemüsepaprika-Sorten als auch scharfe Peperonis. Sie ist die am häufigsten angebaute Paprika-Art. Ursprünglich in den Tropen kultiviert, wächst sie heute auch in subtropischen und gemäßigten Klimaregionen. Führende Anbauländer sind China, Mexiko und die Türkei. 2010 wurden weltweit knapp 27,5 Millionen Tonnen Paprika auf 1,8 Millionen Hektar produziert.

 

Verwendung

Paprika wird auf zwei verschiedene Art und Weisen verwendet:

  • roh oder gekocht als Gemüse
  • scharfe Sorten in pulverisierter Form als Gewürz

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Resistenzen gegen Krankheitserreger

  • VirusresistenzVirusresistenz
    An der New Mexico State University wird an der Entwicklung von Resistenzkonzepten gegen das Beet Curly Top Virus (BCTV) gearbeitet.  Es verursacht große Probleme beim Anbau von Paprika.

Resistenzen gegen Schädlinge

  • InsektenresistenzInsektenresistenz: In Indien wurden Gene für Lektine aus Schneeglöckchen auf Cayennepfeffer (Paprika) übertragen. Lektine sind als pflanzeneigene Abwehrstoffe gegen verschiedene Insekten wirksam.

Pflanzenentwicklung

 

Freilandversuche mit gv-Paprika

Weltweit
USA 12
Zeitraum 1994-2000
Merkmale Virusresistenz, Reifeverzögerung
Weitere Länder China, Pakistan

 

Nutzung von gv-Paprika

Zulassungen, Anbau
China In China ist 1998 eine virusresistente gv-Paprika als Lebensmittel und zum Anbau zugelassen worden. Die gv-Paprika sollen angebaut werden, allerdings liegen hierüber keine verlässliche Informationen vor.

 

 

Proteste gegen Paprika-Forschung. Im Südwesten der USA ist Paprika (Green and Red Chile) beinahe ein Grundnahrungsmittel. Doch vor allem in New Mexico geht des Anbau seit langem zurück. Die Farmer können mit preiswerten Importen aus dem Ausland nicht mithalten. Zudem machen ihnen Ertragsausfälle durch grassierende Pflanzenkrankheiten zu schaffen. - Wissenschaftler an der New Mexico State Universität arbeiten seit längerem mit neuen Züchtungsmethoden an Paprikasorten, die widerstandsfähiger gegen Virus- und Pilzerkrankungen sind. Dabei werden auch gentechnische Verfahren genutzt. - Nun regt sich Protest: Gentechnisch veränderte Sorten könnten den traditionellen Paprikaanbau gefährden. Doch bis die ersten Entwicklungen so weit sind, dass sie im Freiland geprüft werden könnten, wird noch eine Zeit vergehen.
(Fotos: Neben Virenbefall sind Pilze eines der größten Probleme im Paprikaanbau / Michigan State University Extension, Department of Plant Pathology) 
Zugelassen: Gentechnisch veränderte Pflanzen mit Virusresistenz

transGEN-Datenbank Pflanzen: Papaya (USA), Zucchini/Squash (USA), Pflaumen (USA), Bohnen (Brasilien)

Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
12. April 2012 [nach oben springen]

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