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Hirse (Sorghum)

Forschung  Nährstoffanreicherung
Freilandversuche USA 16
Indien, Kenia, Südafrika
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive Saatgut für nährstoffangereicherte gv-Hirse soll 2017/18 in Afrika erhältlich sein.

 

Landwirtschaft

Unter den verschiedenen Hirsearten ist die Mohrenhirse Sorghum bicolor landwirtschaftlich die bedeutendste. Sie wird in den tropischen und subtropischen Klimaregionen, und in Europa im Mittelmeerraum (Frankreich, Italien, Spanien) angebaut.

Die Hirse zeichnet sich natürlicherweise durch besondere Dürreresistenz aus. Hauptanbauländer sind die USA, Nigeria, Indien und Mexiko. Weltweit wurden 2010 auf etwa 41 Millionen Hektar 56 Millionen Tonnen Hirse produziert.

 

Verwendung

In vielen Gebieten Afrikas und Asiens sind verschiedene Hirsearten Hauptnahrungsmittel. Hirse besteht überwiegend (60-80%) aus Kohlenhydraten. Wenn man im deutschen Sprachraum von Hirse spricht, handelt es sich meist um die Rispenhirse Panicum miliaceum. Diese wird hauptsächlich in Asien angebaut.

Über die Hälfte der Hirseernte findet als Lebensmittel Verwendung. Der Samen der Hirse wird verarbeitet zu:

  • Mehl, Gries, Grütze, Flocken, Popcorn
  • nicht-alkoholischen Getränken, Hirse-Bier
  • Hirse wird auch als Grünfutter angebaut (Frischweide und Silage)

Energiepflanzen, nachwachsende Rohstoffe:

  • Die Mohrenhirse, wegen ihres hohen Zuckergehalts auch Zuckerhirse genannt, eignet sich zur Herstellung des Kraftstoffs Bioethanol.
  • Stängel: Verwendung zur Dachabdeckung, Herstellung von Fasern, Stärkegewinnung
  • Hirsestroh: in afrikanischen Ländern auch als Brennmaterial

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Produkteigenschaften

Anreicherung mit Nährstoffen


Mohrenhirse (Sorghum). Durch Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen im Grundnahrungsmittel Sorghum soll die in vielen Regionen Afrikas verbreitete Mangelernährung zurückgedrängt werden.
Foto: Farming First

  • Anreicherung mit Vitamin A und E, Eisen, Zink, Aminosäuren
    In einem gemeinsamen Projekt arbeiten mehrere afrikanische Forschungseinrichtungen und Unternehmen (Pioneer Hi Bred) an der Entwicklung von nährstoff-angereicherter Sorghum. Mit gentechnischen Verfahren konnte der Gehalt dreier Aminosäuren sowie von Vitamin E gesteigert und die Bioverfügbarkeit von Eisen und Zink in Sorghum verbessert werden.
    In den USA sind sechs Freilandversuche mit der nährstoff-angereicherten gv-Sorghum durchgeführt worden, ebenso Gewächshausversuche in Südafrika und Kenia. Weitere Freilandversuche sind in Kenia und Uganda beantragt.
    Saatgut für nährstoffangereicherte gv-Hirse soll afrikanischen Landwirten ab 2017/18 zur Verfügung stehen.

Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

  • erhöhter Glutengehalt, um die Backeigenschaften zu verbessern

Anbaueigenschaften

Unkrautmanagement

Resistenzen gegen Krankheitserreger

Resistenzen gegen Schädlinge

Anpassung an Klima- und Standortfaktoren

  • Dürre- und Salztoleranz

Nachwachsende Rohstoffe, Energiepflanzen

  • Optimierung der stofflichen Zusammensetzung der Hirsepflanze im Hinblick auf die Ethanolgewinnung

 

Freilandversuche mit gv-Hirse

Weltweit
USA 16
Zeitraum 2002-2012
Merkmale Anreicherung, veränderte Lebens- und Futtermittelqualität, Herbizidtoleranz, Pilzresistenz
Weitere Länder Indien, Kenia, Südafrika

 

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Biofortification? Ernährungsmängel bei Kindern - globale Verteilung. Vitamin A-Mangel (oben), Eisenmangel (unten). 
(Karten: www.biosicherheit.de)
Forschungsziel Nährstoffanreicherung

transGEN-Datenbank Pflanzen: Hirse (Sorghum), Banane, Reis, Cassava (Maniok)

Erläuterungen
Hinweise zu "Forschung und Entwicklung"
  • Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
Zahlen Freisetzungsversuche EU

In der Regel werden einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben. Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden.

05. April 2012 [nach oben springen]

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