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Erdnuss
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Forschung |
Pilz- und Virusresistenz, Trockentoleranz, Reduzierung des allergenen
Potenzials |
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Freilandversuche |
USA 56, weitere 4 Länder |
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Zulassungen |
keine |
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Anbau |
kein Anbau |
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Perspektive |
In den USA ist ein Zulassungsantrag für gv-Erdnüsse mit
Pilzresistenz gestellt. Auch in Indien erscheint eine
kommerzielle Nutzung auf mittlere Sicht möglich. |
Landwirtschaft
Die Erdnuss stammt ursprünglich aus Südamerika und gehört zu den Hülsenfrüchten. Sie wird heute weltweit
in tropischen, subtropischen und warmgemäßigten Klimaregionen
angebaut.
Die wichtigsten Erzeugerländer sind China, Indien, USA und Nigeria.
Weltweit wurden 2009 rund 36 Millionen Tonnen produziert. Europa
importiert Erdnüsse vor allem aus den USA, Argentinien, Sudan, Senegal
und Brasilien. Das einzige EU-Land mit einem nennenswerten
Erdnussanbau ist Zypern.
Verwendung
Die Erdnuss hat bei einem Eiweißgehalt
von 25 Prozent einen hohen Nährwert. Mit 180 mg Magnesium pro 100 g Erdnüsse
gehören sie zu den magnesiumsreichsten Nahrungsmitteln.
Die
Erdnuss wird roh verzehrt oder verarbeitet als
Wegen ihres hohen Ölgehalts (50 Prozent; zum Vergleich Sojabohnen
18 - 25 Prozent) können Erdnüsse auch für die Produktion von
Biodiesel verwendet werden. Vor allem in den USA wird an
entsprechenden Verfahren gearbeitet.
Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung
Anbaueigenschaften
Resistenzen gegen Krankheitserreger
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Pilzresistenz:
Resistenzen gegen Pilzerreger wie Sclerotinia
oder Aspergillus flavus.
In den USA, aber auch in anderen Ländern sind unter Nutzung
gentechnischer Methoden Erdnüsse mit neuen Resistenzkonzepten
gegen verschiedene Pilzkrankheiten entwickelt worden (siehe
rechts).
Einige dieser Pilze, etwa Aspergillen, bilden starke
Gifte (Mykotoxine, Aflatoxine). Erdnüsse
sind dafür anfällig, vor allem nach der Ernte unter bestimmten
Lagerungsbedingungen. Daher ist bei Erdnüssen ein besonderer
Aufwand erforderlich, damit keine mit Aflatoxin belasteten Erdnüsse
in den Handel kommen.
Resistenzen gegen Schädlinge
Unkrautmanagement
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Viel Wasser. Erdnüsse brauchen nicht nur viel
Wärme, sondern auch Wasser. Wenn es nicht jährlich
50 - 100 cm Regen gibt, muss bewässert werden.
(Foto: Erdnussfelder in North Carolina, USA). Es ist
daher ein interessantes Ziel, trockentolerante
Erdnüsse zu entwickeln, die mit weniger Wasser
auskommen.

Erdnüsse sind ein starkes Allergen, da sie
vermutlich mehrere Proteine besitzen, die Allergien
auslösen können. Ob es tatsächlich gelingen sollte,
einige Allergene mit gentechnischen Verfahren
"abzuschalten", erscheint fraglich. |
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Anpassung an Klima- und Standortfaktoren
Pflanzenentwicklung
Produkteigenschaften
Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe
Anreicherung mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen
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In Indien wird eine gentechnisch veränderte Erdnuss
entwickelt, die Beta-Carotin enthält, eine
Vorstufe zu Vitamin A.
Von Natur aus enthalten Erdnüsse weder Beta-Carotin noch Vitamin A. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern führt Vitamin
A-Mangel zu gesundheitlichen Problemen.
Bodensanierung
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Freilandversuche mit gv-Erdnüssen
| Weltweit |
| USA |
56 |
| Zeitraum |
1993-2011 |
| Merkmale |
Virus-, Pilz- und Insektenresistenz, Herbizidtoleranz,
Schwermetalltoleranz, allergenreduziert, Trockentoleranz |
| Weitere
Länder |
Indien, China,
Südafrika, Pakistan |
Nutzung von gv-Erdnüssen
| Zulassungen weltweit |
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zum Anbau |
als Lebens- /
Futtermittel |
| USA |
In den USA ist ein
Zulassungsantrag für gv-Erdnüsse mit einer Resistenz gegen den
Sclerotina-Pilz gestellt. Eine Entscheidung steht noch aus. |
| Anbau |
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Bisher kein Anbau von gv-Erdnüssen |
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Erdnüsse sind anfällig gegen verschiedene
Pilzkrankheiten. Vor allem in den USA ist
Sclerotina Blight (Stängelfäule) verbreitet, ein ím
Boden vorkommender Pilz. Befallene Pflanzen verkümmern oder
verwelken (Foto oben); die Erträge gehen zurück. Eine
Bekämpfung ist mit speziellen Fungiziden möglich. (Foto
unten: Pilzmycel) -
In den USA sind von öffentlichen Forschungseinrichtungen
Sclerotina-resistente Erdnüsse entwickelt worden. Dazu
sind Gene aus Gerste übertragen worden, die in Erdnüssen
zur Bildung eines bestimmten Enzyms führen, das die Sclerotina-Pilze
zerstört. Diese gv-Erdnüsse sind seit 2004 in Feldversuchen
getestet worden. Inzwischen liegt den zuständigen Behörden
in den USA ein Zulassungsantrag vor.
(Fotos: USDA-ARS, North Carolina State University)
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Hinweise zu "Forschung und Entwicklung"
- Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus
geforscht.
- Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits
Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
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Zahlen Freisetzungsversuche EU In der Regel werden
einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben.
Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an
mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass
genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden. |
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