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Taro (Wasserbrotwurzel)

Forschung  Pilzresistenz
Freilandversuche keine
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive Mit einer kommerziellen Nutzung von gv-Taro ist auf längere Sicht nicht zu rechnen.

 

Landwirtschaft

Taro, auch Wasserbrotwurzel genannt, ist eine Pflanze der feuchten Tropen. Die stärkehaltige Knolle ist dort ein Grundnahrungsmittel. Taro wird in vielen tropischen Regionen wie z.B. auf Hawaii hauptsächlich für den regionalen Verbrauch angebaut.

Hauptanbauländer sind Nigeria und Ghana. Einige Länder wie Ägypten, Brasilien oder Indien bauen Taro auch für den Export an. Jährlich werden etwa fünf Millionen Tonnen der Wasserbrotwurzel produziert.

 

Verwendung

Alle Pflanzenteile der Taro enthalten Calciumoxalat, das in höheren Konzentrationen giftig ist. Deshalb werden sie nur gekocht verzehrt und das Wasser beim Kochen mehrfach gewechselt.

Verwendet werden

  • die Blätter ähnlich wie Spinat als gekochtes Gemüse,
  • die gekochten Knollen als stärkehaltige Beilage.
  • Auf Hawaii wird die Knolle zu Poi verarbeitet, indem sie gekocht und püriert wird. Der milch- oder breiartige Poi gilt dort als Hauptgrundnahrungsmittel. Frisch schmeckt Poi sehr süß, nach ein paar Tagen sauer. Saurer Poi wird zu Fisch gegessen oder zur Zubereitung von Brot und Brötchen verwendet.

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Resistenzen gegen Krankheitserreger

  • PilzresistenzPilzresistenz durch Einfügen von Fremdgenen aus Wein, Reis und Weizen

 

Freilandversuche mit gv-Taro

Freisetzungen von gv-Taro haben bisher nicht stattgefunden. An der Universität von Hawaii wird an einer pilzresistenten Wasserbrotwurzel geforscht. Die Versuche finden ausschließlich im Labor statt und sind auf drei Jahre angelegt.

Die Taropflanze gilt auf Hawaii als Verkörperung der heiligen Urahnen. Die Bearbeitung einheimischer Arten der Taro, auf Hawaii auch Kalo genannt, mit gentechnischen Methoden stieß daher auf Widerstand. Daher werden die Arbeiten an einer chinesischen Taroart durchgeführt. Für die auf Hawaii heimische Taroart gilt ein Freilassungsmoratorium bis 2013.

Der Verwaltungsbezirk Maui County, zu dem vier hawaiianische Inseln zählen, hat einen Erlass verabschiedet, der Versuche mit gentechnisch veränderter Taro verbietet. Auch Import, Anbau und Verbreitung sind untersagt.

 

Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
01. April 2011 [nach oben springen]

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