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Leindotter

Forschung  Veränderter Ölgehalt, Ertrag
Freilandversuche Kanada 50, USA 4
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive Eine kommerzielle Nutzung von gv-Leindotter ist auf längere Sicht nicht zu erwarten.

 

Landwirtschaft

Der Leindotter (Camelina sativa) ist von Natur aus in Süd- und Zentraleuropa sowie in Südostasien verbreitet. Als Nutzpflanze zur Ölgewinnung wird er in geringem Umfang in Nordamerika und Osteuropa angebaut.

 

Verwendung

Die Samen des Leindotters haben einen Ölgehalt von knapp 30 Prozent. Das Öl des Leindotters besteht zu etwa 30 Prozent aus Linolensäure, ein essentieller Nährstoff, d.h. er kann im Körper nicht gebildet werden. 15 Prozent des Öls entfallen auf die ernährungsphysiologisch wertvolle Linolsäure.

Das Öl der Leindotter-Samen wird sowohl als Speiseöl genutzt als auch industriell verarbeitet:

Als nachwachsender Rohstoff findet es Verwendung

  • für technische Zwecke zusammen mit Leinöl zur Herstellung von Farben, Lacken und Firnissen
  • in der Kosmetikindustrie in Seifen und Lotionen

Auch als Pflanzenölkraftstoff kann Leindotteröl verwendet werden.

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Pflanzenentwicklung

  • Ertragssteigerung

Produkteigenschaften

Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

  • veränderter Ölgehalt

Anbaueigenschaften

  • Herbizidtoleranz

 

Freilandversuche mit gv-Leindotter

In den USA wurden von 2006 bis 2010 vier Freilandversuche mit gentechnisch verändertemgentechnisch verändertem Leindotter durchgeführt. Getestet wurden Pflanzen mit verändertem Ölgehalt sowie höherem Ertrag. Auch in Kanada fanden zwischen 2007 und 2010 50 Freisetzungsversuche statt.

 

Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
01. April 2011 [nach oben springen]

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