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Kuhbohne (Augenbohne)

Forschung  Insekten- und Pilzresistenz, Herbizidtoleranz
Freilandversuche USA 6
Costa Rica, Nigeria, Burkina Faso, Ghana
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive In Afrika scheint ein Anbau von insektenresistenten gv-Kuhbohnen auf mittlere Sicht möglich.

 

Landwirtschaft

Die Kuhbohne, auch Augen- und Schlangenbohne genannt, gehört botanisch zur Gattung Vigna. Vigna-Arten stammen ursprünglich aus Afrika.

Die Kuhbohne (Vigna unguiculata) wird weltweit in Südeuropa, Afrika, Asien, Südamerika und im Süden der USA angebaut. Da sie gut mit Trockenheit zurecht kommt und keine Düngung benötigt, wird sie vor allem von Kleinbauern angebaut, in Afrika in Mischkulturen mit Mais, Sorghum, Hirse oder Cassava (Maniok).

In den trockenen Savannen-Regionen Afrikas ist die Kuhbohne die wichtigste dort angebaute Nahrungspflanze, die von etwa 200 Millionen Menschen verzehrt wird.

Ein weiterer Vertreter der Gattung Vigna ist die in Asien kultivierte Adzuki-BohneAdzuki-Bohne.

Als BohnenBohnen werden eine Vielzahl an Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchte bezeichnet.

 

Verwendung

Bohnen haben wie andere Hülsenfrüchte (LinseLinse, ErbseErbse, SojabohneSojabohne) einen hohen Gehalt an ProteinenProteinen. In einigen afrikanischen Regionen sind Kuhbohnen ein Hauptbestandteil der Nahrung. Vor dem Verzehr müssen Bohnen gekocht werden, um giftige Eiweißverbindungen abzubauen.

Von der Kuhbohne werden die nicht voll ausgereiften Hülsenfrüchte und die Blätter als Lebensmittel verwendet:

  • unreife Hülsenfrüchte gekocht als Gemüse oder Salat
  • verarbeitet zu Konservengemüse
  • Aus den reifen Samen werden Suppen und Pürees bereitet.
  • Die Blätter werden getrocknet oder gekocht als Küchengewürz verwendet.
  • Verarbeitung zu Arzneien und Tees
  • als Viehfutter

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Resistenzen gegen Krankheitserreger

Resistenzen gegen Schädlinge

  • InsektenresistenzInsektenresistenz
    Der Hauptschädling für die Kuhbohne in Afrika ist der Fruchtbohrer (Bean pod borer, Maruca vitrata). Bei starkem Befall kann er Ertragsverluste zwischen 70 und 80 Prozent verursachen. Wegen der hohen Kosten können sich die meisten Kleinbauern den Einsatz von Insektiziden für die Schädlingsbekämpfung nicht leisten.
    In Afrika sind insektenresistente gv-Kuhbohnen entwickelt worden, die sich auf die insektizide Wirkung des Bt‑ProteinsBt‑Proteins stützen.

Unkrautmanagement

 

Freilandversuche mit gv-Kuhbohnen

Weltweit
USA 6
Zeitraum 2006-2009
Merkmale Insektenresistenz, Herbizidtoleranz, Pilzresistenz
Weitere Länder Costa Rica, Nigeria, Burkina Faso, Ghana

 

Bohnen: Gentechnik und Pflanzenforschung

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Sojabohne, Ackerbohne, Kuhbohne, Gartenbohne

Bt-Kuhbohne - resistent gegen den Maruca-Schädling. In Afrika sind insektenresistente gv-Kuhbohnen entwickelt worden. Sie bilden das aus Mais und Baumwolle bekannte Bt-Protein. Im Gewächshaus hat sich gezeigt, dass Bt-Kuhbohnen besser gegen Fraßschäden geschützt sind als konventionelle Pflanzen. Nun sollen Freilandversuche in Nigeria, Ghana und Burkina Faso folgen. - An dem Bt-Kuhbohnenprojekt sind verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen beteiligt. Es wird von der African Agricultural Technology Foundation (AATF) koordiniert. Die Patente für die verwendeten Gene wurden von Monsanto lizenzfrei zur Verfügung gestellt.
Erläuterungen
Hinweise zu "Forschung und Entwicklung"
  • Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
Zahlen Freisetzungsversuche EU

In der Regel werden einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben. Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden.

07. März 2012 [nach oben springen]

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