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Gartenbohne

Forschung  Virus- und Pilzresistenz, Herbizidtoleranz
Freilandversuche USA 3
Brasilien
Zulassungen Brasilien
Anbau kein Anbau
Perspektive 2014 soll in Brasilien der Anbau virusresistenter gv-Bohnen beginnen.

 

Landwirtschaft

Als Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) wird eine Vielzahl von BohnenBohnen in unterschiedlichen Formen und Farben bezeichnet. Die aufrecht wachsende Buschbohne wird vor allem im Feldanbau kultiviert, die rankende Stangenbohne (auch: grüne Bohne) in Gärten und Gewächshäusern.

Die Gartenbohne stammt ursprünglich aus den Hochflächen Mittel- und Südamerikas. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier sie nach Europa, aber ähnlich wie Kartoffeln und Tomaten wurden sie in Europa erst viel später als Nahrungsmittel akzeptiert. Die Gartenbohne verdrängte nach ihrer Einführung in Europa die bis dahin genutzten Acker-Acker- und KuhbohnenKuhbohnen.

Heute wachsen Gartenbohnen in allen Erdteilen, die Züchter haben sie an unterschiedliche Klimazonen und Witterungsbedingungen angepasst. In Mittelamerika und Afrika nutzen Kleinbauern die Gartenbohnen oft in Mischkulturen zusammen mit Mais oder Kaffee.

Führendes Erzeugerland für Bohnen ist Brasilien mit einer Jahresproduktion von 3,5 Millionen Tonnen.

In Österreich wird die Gartenbohne auch Fisole genannt.

 

Verwendung

Bohnen haben wie andere Hülsenfrüchte (LinseLinse, ErbseErbse, SojabohneSojabohne) einen hohen Gehalt an ProteinenProteinen. In vielen Ländern Mittel- und Südamerikas sind sie Hauptbestandteil der Nahrung. Vor dem Verzehr müssen Bohnen gekocht werden, um giftige Eiweißverbindungen abzubauen.

Von der Gartenbohne werden die nicht voll ausgereiften Hülsenfrüchte und die Blätter als Lebensmittel verwendet:

  • unreife Hülsenfrüchte gekocht als Gemüse oder Salat
  • verarbeitet zu Konserven- und Tiefkühlgemüse
  • Aus den reifen Samen werden Suppen und Pürees bereitet.
  • Die Blätter werden getrocknet oder gekocht als Küchengewürz verwendet.
  • Verarbeitung der Hülsen zu Arzneien und Tees

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung


Pintobohnen -  eine Sorte der Art Phaseolus vulgarissind ein traditionelles Grundnahrungsmittel in Brasilien. Um die Nachfrage zu decken, müssen Bohnen aus Argentinien, Bolivien und China eingeführt werden.

Anbaueigenschaften

Resistenzen gegen Krankheitserreger

  • VirusresistenzVirusresistenz
    In Brasilien ist eine gv-Bohne (Pinto-Bohne) mit einer Resistenz gegen das verbreitete Golden Mosaic Virus (BGMV) entwickelt worden. Wissenschaftler des brasilianischen Agrarforschungszentrums Embrapa haben ein GenkonstruktGenkonstrukt in die Bohnen eingeführt, so dass diese eine spezielle RNARNA-Sequenz bilden. Sie bewirkt, dass nach einem Virus-Befall ein für die Vermehrung der Viren notwendiges Gen blockiert wird (RNA‑InterferenzRNA‑Interferenz).

Bei Versuchen zeigten die so "immunisierten" Bohnen eine deutlich verbesserte Resistenz: 93 Prozent der Bohnen wiesen keine der für BGMV-Befall typischen Symptome auf.
Embrapa arbeitet an Virusresistenzen für weitere in Brasilien populäre Bohnensorten (black bean, carioca bean).

Unkrautmanagement

Anpassung an Klima- und Standortfaktoren

  • Hitzetoleranz

 

Freilandversuche mit gv-Gartenbohnen

Weltweit
USA 3
Zeitraum 2006-2007
Merkmale Herbizidtoleranz, Pilz- und Virusresistenz
Weitere Länder Brasilien

 

Nutzung von gv-Gartenbohnen

Zulassungen weltweit
  zum Anbau als Lebens- / Futtermittel
Brasilien Virusresistente gv-Gartenbohnen (Pinto-Bohne) sind im September 2011 in Brasilien zugelassen und von der wissenschaftlichen Kommission für die Biologische Sicherheit (CTNBio) als sicher bewertet worden.
Anbau
Brasilien Nach weiteren systematischen Anbauversuchen soll der Anbau der virusresistenten Bohnen 2014/2015 beginnen.

 

 

Brasilien: Virus vernichtet Bohnenernte. Das Golden Mosaic Virus (BGMV) wird durch die Weißfliege (auch Mottenschildlaus) übertragen und ist eine in Südamerika weit verbreitete Pflanzenkrankheit, die zahlreiche Bohnenarten befällt. Infizierte Pflanzen sind zunächst an gelb gefärbten Blättern zu erkennen, es bilden sich weniger und kleinere Hülsen. Je nach Stärke und Zeitpunkt des Befalls gehen die Ernteerträge zwischen 40 und 100 Prozent zurück. Bis zu 85 Prozent der Bohnenernte in Brasilien sollen Schätzungen zufolge durch das BMGV-Virus vernichtet werden.
Mit den in Brasilien entwickelten virusresistenten gv-Bohnen soll die Jahresproduktion um 10 bis 20 Prozent gesteigert werden. Außerdem hofft man, auf einer wegen des starken Virusbefalls derzeit nicht nutzbaren Fläche von 200.000 Hektar wieder Bohnen anbauen zu können.
Bohnen: Gentechnik und Pflanzenforschung

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Sojabohne, Ackerbohne, Kuhbohne, Gartenbohne

Hinweise
Stand Forschung und Entwicklung
  • Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
Freisetzungsversuche EU

In der Regel werden einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben. Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden.

01. März 2013 [nach oben springen]

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