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Kaffee

Forschung  Koffeinreduktion, Herbizidtoleranz, Insektenresistenz
Freilandversuche Frankreich 1
USA 3, Indien
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive Ein Anbau von gv-Kaffeebäumen ist vorerst nicht zu erwarten.

 

Landwirtschaft

Kaffee, eine ursprünglich aus Äthiopien stammende Pflanze, wird heute meist in tropischen und subtropischen Regionen kultiviert. Brasilien, führend im Kaffeeanbau, hat 2009 mit 2,4 Millionen Tonnen knapp ein Drittel der Weltproduktion geerntet. Weltweit wird auf etwa 9,6 Millionen Hektar Kaffee angebaut. Verluste werden vor allem durch Schädlinge und Unkräuter verursacht.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Kaffeesorten. Von großer kommerzieller Bedeutung sind:

  • Robusta (Coffea canephora), eine widerstandsfähige Sorte aus Zentralafrika, die gut in tropischem Klima wächst

  • Arabica (Coffea arabica), eine empfindlichere Sorte höherer Lagen

 

Verwendung

Kaffee wird zur Zubereitung des gleichnamigen Heißgetränks durch Aufguss der gerösteten und gemahlen Bohnen verwendet. Hauptimporteure für Kaffee sind die USA gefolgt von Deutschland, Frankreich und Italien. Den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch haben die Finnen und Schweden.

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Unkrautmanagement

Resistenzen gegen Schädlinge

Anpassung an Klima- und Standortfaktoren

  • Dürre- und Kältetoleranz

Produkteigenschaften

Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

  • Senkung des Koffeingehalts durch Ausschalten des für die Koffeinbildung verantwortlichen Gens (AntisenseAntisense-Orientierung) oder durch Einschleusen eines Gens aus einem Koffein abbauendem Bakterium

Pflanzenentwicklung

  • ReifeverzögerungReifeverzögerung durch Reduktion der kaffeeeigenen Ethylenproduktion

  • Ertragssteigerung

 

Freilandversuche mit gv-Kaffee

EU
Gesamtanzahl Anträge 1
Land Frankreich
Zeitraum 1998
Merkmale Herbizidtoleranz, Insektenresistenz
Weltweit
USA 3
Zeitraum 1999
Weitere Länder Indien

 

Foto: Forest & Kim Starr

Manche wollen ihren Kaffee ohne Koffein. Aber bei den heutigen Verfahren zur Entkoffeinierung gehen auch viele erwünschte Geschmacksstoffe verloren. Besser wäre es, wenn in der Kaffeebohne erst gar kein Koffein entsteht. Einige Forschergruppen arbeiten daran, solche Kaffeesorten zu entwickeln. Dabei versuchen sie, das für die Koffeinbildung verantwortliche Gen zu blockieren. Noch ist fraglich, ob es jemals zu marktreifen Produkten kommen wird.
Getränke: Gentechnik dabei?

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Bier, Wein, Fruchtsaft, Milch

Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
22. November 2011 [nach oben springen]

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