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Linse

Forschung  Herbizidtoleranz, Insektenresistenz, veränderte Produkteigenschaften, Stresstoleranz
Freilandversuche Kanada 28 (s.u.)
Australien; Indien (s.u.)
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive Mit einer kommerziellen Nutzung von gv-Linsen ist auf längere Sicht nicht zu rechnen.

 

Landwirtschaft

Linsen werden in warmgemäßigten und subtropischen Klimaregionen auf trockenen Standorten angebaut. Haupterzeugerländer sind u. a. Kanada, Indien, die Türkei sowie die USA, Australien, Nepal und China. 2009 wurden weltweit auf etwa 3,6 Millionen Hektar rund 3,6 Millionen Tonnen Linsen produziert.

 

Verwendung

Linsen sind leichter verdaulich als Erbsen oder Bohnen. Aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts (25-30 Prozent in Trockenmasse) sind sie vor allem in Entwicklungsländern ein wichtiges Nahrungsmittel. Sie enthalten viel Stärke, Ballaststoffe, Vitamine (B1, B2, Folsäure), sowie Calcium, Eisen und Phosphor.

Die Samen werden meist zubereitet als

  • Suppe, Salat, Gemüse, Konserve

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Unkrautmanagement

Resistenzen gegen Schädlinge

Anpassung an Klima- und Standortfaktoren

  • Dürre-, Salz- und Kältetoleranz

Produkteigenschaften

Anreicherung mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, etwa

  • Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, und Eisen

 

Freilandversuche mit gv-Linsen

Weltweit
Kanada 28
(möglicherweise erzeugt über chemisch induzierte Mutation)
Zeitraum 1999-2003
Weitere Länder Australien
Indien (vermutlich Versuche mit gv-Linsen mit erhöhten Gehalten an Beta-Carotin und Eisen)

Nutzung von gv-Linsen

In Kanada wurde 2004 eine neuartige Linse mit einer Resistenz gegen Herbizide mit dem Wirkstoff Imidazolinone zugelassen. Dieses Merkmal geht auf eine chemisch induzierte Mutation zurück.

In Kanada sind "neuartige Pflanzen" zulassungspflichtig, unabhängig vom dafür angewandten Verfahren. Dagegen müssen in USA und der EU nur gentechnisch veränderte Pflanzen ein Zulassungsverfahren durchlaufen, nicht jedoch neuartige Pflanzen, die mit anderen Verfahren, wie etwa der MutageneseMutagenese erzeugt wurden.

 

Foto: Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung, Köln

Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
01. April 2011 [nach oben springen]

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