EU 27
Japan, Kanada, Philippinen, weitere 16 Länder
Anbau
EU
USA, Brasilien, Argentinien, weitere 7 Länder
- Merkmale
Herbizidtoleranz, Insektenresistenz
Landwirtschaft
Ursprünglich eine Pflanze der Tropen, wird Mais (Zea mays)
heute weltweit bis in die gemäßigten Klimaregionen angebaut
(2011
auf einer Fläche von 163 Millionen Hektar, wovon 31 Prozent mit gv-Mais bestellt wurden).
Die USA liefern etwa
20
Prozent der Weltproduktion. Weitere wichtige Anbauländer sind China,
Brasilien, Indien, Mexiko, Indonesien, die Philippinen,
Südafrika, Argentinien und Rumänien.
Während in Afrika Mais als
Grundnahrungsmittel dient, wird es in Industrieländern vorwiegend
als Futtermittel verwendet.
Nach der Farbe der
Körner werden zwei Sorten unterschieden: Gelbmais und Weißmais.
Mais ist zusammen mit
Weizen und Reis die wichtigste Nahrungspflanze der Welt. In vielen
Ländern des Südens, vor allem in Zentralamerika, Südamerika und Afrika
spielt Mais als Getreide eine Hauptrolle in der Ernährung. Dort gibt
es eine Vielzahl traditioneller Maisprodukte (z.B.
Tortillas,
Tacos).
Mehr als zwei Drittel der Weltmaisernte wird als Futtermittel (Maiskleber, Silomais) verwertet. Vor allem in Deutschland ist eine Verwendung als Silomais üblich. Dabei wird die ganze Maispflanze gehäckselt
und eingelagert.
Energiepflanzen, nachwachsende Rohstoffe:
Energiemais: Verwertung in Biogasanlagen zur Wärme und
Stromerzeugung, auch Verarbeitung zu Biokraftstoff (Bioethanol)
Es gibt Neuzüchtungen von Maissorten, die auf eine hohe
Biomasseproduktion optimiert sind. Solche Maispflanzen werden
deutlich größer. Die bisher erhältlichen Energiemaissorten sind
nicht gentechnisch verändert.
Maisstärke: etwa zur Herstellung von "essbarem Geschirr"
Trockentoleranz
In den USA ist ein Mais zum Anbau zugelassen, der bei Dürre
gleich hohe oder höhere Erträge liefert.
Toleranz gegenüber erhöhten Salz- und
Schwermetallgehalten im Boden
Pflanzenentwicklung
verbesserte Stickstoffverwertung der
Maispflanze, so dass ohne Düngung bei Böden mit mäßigem
Stickstoffgehalt erhöhte Erträge und bei Böden mit geringem
Stickstoffgehalt keine Ertragseinbußen zu erwarten sein
sollen.
männliche Sterilität
zur Erleichterung der Züchtung von Hochertragssorten
(Hybridsorten); meist zusammen mit Herbizidresistenz
veränderter Blühzeitpunkt
Produkteigenschaften
Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, Verwendung
von Mais als Futtermittel
erhöhter Ölgehalt und damit gesteigerter
Energiegehalt.
Erhöhung des Anteils der Aminosäuren
Lysin und
Tryptophan sowie Reduktion des Gehalts an
bitter schmeckender Sinapinsäure. Ein
Antrag in der EU auf Import und Verarbeitung als Lebens- und
Futtermittel eines
high-lysine Mais (LY038-Mais) wurde zurückgezogen.
Produktion des Enzyms
Phytase in Maiskörnern Ziel: Bei Schweinen und Hühnern bessere Verwertung des im Futter enthaltenen
Phosphors, Verringerung der Phosphatbelastung in Gülle und Stalldung. In
China soll dieser gv-Mais in den nächsten Jahren zum Anbau zugelassen
werden.
Erhöhung des Gehalt verschiedener Vitamine
(Vitamin B, C und E, Beta-Karotin)
Nachwachsende Rohstoffe, Energiepflanzen
Energieerzeugung
Bildung einer hitzebeständigen Alpha-Amylase
in Maiskörnern
Ziel: Besserer Aufschluss der Maisstärke und damit mehr Effektivität bei der
Herstellung von Bioethanol. Der bisher übliche Zusatz einer auch bei hohen
Prozesstemperaturen wirksamen Alpha-Amylase kann entfallen.
In den USA ist der gv-Mais (Event 3272) seit 2011 zum Anbau zugelassen und
soll ab 2012 den Landwirten zur kommerziellen Nutzung zur Verfügung
stehen.
erhöhter Stärkegehalt und damit höhere Ausbeute bei der
Bioethanolerzeugung
Rohstoffquelle für industrielle Produkte
Bildung bestimmter Stärkevarianten und Erhöhung des
Stärkegehaltes, um aus Mais neuartige Kunststoffe herzustellen
Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen
Molecular Pharming: Nutzung
von gentechnisch verändertem Mais als System zur Produktion von technischen
und pharmazeutischen Enzymen
Freilandversuche mit gv-Mais
EU
Gesamtanzahl Anträge
933
Länder
Frankreich 280,
Spanien 325, Italien 98, Rumänien (46), Deutschland 33, Belgien
29, Ungarn 31,
weitere in den Niederlanden, Portugal, Großbritannien,
Griechenland, Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, Schweden,
Slowakei
Zeitraum
1992-2013
Merkmale
Herbizidtoleranz, Insektenresistenz, auch veränderte Inhaltsstoffe, Molecular Pharming, veränderter Blühzeitpunkt,
Trockentoleranz
Gezählt
werden jeweils verschiedene gv-Mais-Linien (Events).
Kenia hat den
Import von gentechnisch verändertem Mais für die Verarbeitung zu
Mehl zugelassen. Als Grund für die Genehmigung, die ausschließlich
Müller erhalten, wird die Lebensmittelknappheit aufgrund von Dürre
genannt.
Anbau
EU
Anbau 2012: Spanien 116.303 ha, 30% der gesamten Anbaufläche für
Mais (Schätzung nach Saatgutverkäufen), Portugal 9.278 ha, Rumänien
217 ha, Slowakei 378 ha.
Anbau 2012, geschätzt: Tschechien 3.500
ha, Polen etwa 4.000 ha.
In Frankreich ist der Anbau
von Bt-Mais seit 2008, in Deutschland seit 2009 verboten.
USA
Anbau von gv-Mais seit 1997; 2012
auf 34 Mio. ha (88% der gesamten Anbaufläche für
Mais)
Weitere Länder
Brasilien: etwa 12,2 Mio. ha (75%, 2012)
Kanada: 1,3 Mio. ha (ca.
93%, 2012)
Argentinien: 3,3 Mio. ha (85%, 2012)
Südafrika: 2,4 Mio. ha (2012). In Süd-Afrika ist über die Hälfte
des angebauten Maises Weißmais,
der als Lebensmittel verzehrt wird.
Philippinen: 750.000 ha (29%, 2012)
Uruguay, Paraguay, Chile, Honduras,
Ägypten.
In Mexiko ist seit 2009 der Anbau von gv-Mais unter bestimmten
Bedingungen erlaubt. Ein kommerzieller Anbau von gv-Mais hat bisher
nicht stattgefunden.
Auf Kuba wurden 2012 3.000 ha gv-Mais angebaut. Vermutlich findet
der Anbau seit 2008 statt.
In Vietnam soll seit 2012 gv-Mais angebaut werden.
Handel
Die EU importiert Mais, Maiskleber
(Tierfutter) und maishaltige Lebensmittel aus den USA und
Argentinien.
Das Wunder der Maiszüchtung.
In der Wissenschaftsscheune des Max-Planck-Institutes für
Pflanzenzüchtungsforschung in Köln informieren sich Schüler
und Schülerinnen über die Kulturgeschichte des Maises.
Bt-Mais gefährdet Schmetterlinge.... Wirklich? Ein dreijähriges
Forschungsprojekt hat sich ausführlich mit dieser Frage
beschäftigt. Nun stehen die Ergebnisse fest.
Gentechnisch veränderter Bt-Mais und Boden. Gelangt
der Wirkstoff - das Bt-Protein - in den Boden? Kann es sich
dort anreichern? Fragen an Prof. Dr. Christoph Tebbe, Johann
Heinrich von Thünen-Institut (vTI) Braunschweig.
Überall Mais. Mais ist nach Weizen und Reis die
weltweit am meisten angebaute Kulturpflanze. Knapp ein
Drittel der Erzeugung entfällt auf gentechnisch veränderten
Mais. Mais ist ein viel genutzter Rohstoff für Lebens- und
Futtermittel.
Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus
geforscht.
Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits
Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
Zahlen Freisetzungsversuche EU
In der Regel werden
einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben.
Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an
mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass
genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden.