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Forschung |
Herbizidtoleranz, veränderte Produkteigenschaften |
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Freilandversuche |
EU 22
USA ca. 1717,
in weiteren drei Ländern |
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Zulassungen |
EU: 3 (11 Anträge)
USA, Kanada, weitere 15 Länder |
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Anbau |
USA,
Argentinien, Brasilien, Mexiko, Paraguay, Uruguay, Bolivien, Kanada, Südafrika,
Rumänien bis 2006 |
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Merkmal |
Herbizidtoleranz, veränderte Fettsäurezusammensetzung |
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Perspektive |
weltweit
steigende Tendenz beim Anbau, Lebens- und
Futtermittel aus gv-Soja weit verbreitet |
Landwirtschaft
Die Sojabohne ist die wichtigste Öl- und
Eiweißpflanze weltweit. Ihre Hauptanbaugebiete liegen in
warm-gemäßigten und subtropischen Klimaregionen. Führende
Anbauländer sind die USA, Brasilien, Argentinien, China, Indien,
Paraguay, Kanada und Bolivien. 2008 wurden weltweit 226,8 Millionen Tonnen
Sojabohnen auf 97 Millionen Hektar produziert.
Verwendung
Sojabohnen sind Roh- und Grundstoff für
unzählige Lebensmittel, -zutaten und -zusatzstoffe, wie:
-
pflanzliche Öleund Fette, Sojaöl, Lecithin und andere
Emulgatoren, Tocopherol (Vitamin E)
-
Sojamehl, Sojaschrot verschiedene
Sojaeiweißpräparate, vor allem bei
Fertigprodukten
-
traditionelle Sojaprodukte wie
Tofu,
Sojasauce,
Miso, Tempeh
-
Ersatzprodukte für Fleisch und Milch:
Sojamilch,Sojapuddings, texturiertes Sojaeiweiß
Futtermittel:
Nachwachsende Rohstoffe, Energiepflanzen:
-
Biokraftstoffe aus Sojaöl (vor allem in den USA)
-
Sojaöl: Grundstoff für Lacke, Farben, Wasch- und Putzmittel,
Schmierstoffe, Weichmacher
-
vielseitige Verwendung bei der Herstellung von Kosmetika
Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung
Anbaueigenschaften
Unkrautmanagement
Resistenzen gegen Krankheitserreger
Resistenzen gegen Schädlinge
Anpassung an Klima- und Standortfaktoren
Produkteigenschaften
Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe:
-
erhöhter Anteil an Ölsäuren (86% statt
23%), dafür weniger Linolensäure. Aufgrund des geringeren
Linolensäuregehalts werden bei der Verarbeitung solcher Sojabohnen
weniger der gesundheitlich bedenklichen Transfettsäuren gebildet.
Diese entstehen bei hohen Temperaturen, etwa beim
Härten der Fette oder beim Frittieren.
Gv-Sojabohnen mit erhöhtem Ölsäuregehalt werden in den USA
angebaut.
-
veränderter Eiweiß- und Aminosäuregehalte:
Etwa Anreicherung mit der Aminosäure Methionin. Diese ist in Sojabohnen nur in geringen Mengen
enthalten und muss bei einer ausschließlichen Fütterung mit
Soja-Futter zugesetzt werden.
-
verringerter Gehalt der Mehrfachzucker Stachyose und Raffinose:
Stachyose ist ein Oligosaccharid
(Mehrfachzucker), das viele Nutztiere und auch der Mensch nicht
verdauen können. Im Dünndarm wird die Stachyose durch Bakterien
abgebaut und es entstehen Gase (Blähungen). Verschiedene Studien
haben gezeigt, dass Futtermittel mit geringerem Stachyosegehalt das
Wachstum bei Schweinen und Geflügel fördern.
Anreicherung mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen,
etwa
Entfernen gesundheitsschädlicher Stoffe
Nachwachsende Rohstoffe
-
Anreicherung bestimmter Fettsäuren: Sojaöl enthält
verschiedene Fettsäuren, die unterschiedliche chemische und physikalische
Eigenschaften aufweisen. Für bestimmte industrielle Verwendungszwecke wird
Öl mit definierten Eigenschaften benötigt. Ziel ist es, in gv-Sojabohnen
eine bestimmte Fettsäure anzureichern und die Bildung anderer zu
unterbinden, um Sojaöl als Rohstoff für spezielle industrielle Produkte zu
erhalten.
Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen
Freilandversuche mit gv-Sojabohnen
| EU |
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Gesamtanzahl Anträge |
22 |
| Länder |
Frankreich 7, Spanien
7, Italien 4, Deutschland 1,
Rumänien 1 |
| Zeitraum |
1994-2010 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz |
| Weltweit |
| USA |
ca. 1717 |
| Zeitraum |
1985-2010 |
| Weitere
Länder |
Kanada, Argentinien, Japan,
China |
Nutzung von gv-Sojabohnen
| Zulassungen EU |
| |
zum Anbau |
als Lebens-/
Futtermittel |
| Antrag |
1 |
10 |
| Zulassung |
- |
3 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz, veränderte Inhaltsstoffe, Insektenresistenz |
| Zulassungen weltweit |
| |
zum Anbau |
als Lebens- /
Futtermittel |
| USA |
8 |
9 |
| Kanada |
7 |
7 |
| Japan |
6 |
6 |
| Mexiko |
1 |
5 |
| Australien |
|
5 |
| Brasilien |
3 |
3 |
| Taiwan |
|
4 |
| Südafrika |
1 |
2 |
| Philippinen |
|
3 |
| China |
|
3 |
| Argentinien |
1 |
1 |
| Uruguay |
1 |
1 |
| Paraguay |
1 |
1 |
| Korea |
|
2 |
| Kolumbien |
|
1 |
| Russland |
|
1 |
| Schweiz |
|
1 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz, veränderte Fettsäurezusammensetzung |
| Gezählt
werden jeweils verschiedene gv-Sojabohnen (Events). |
| Anbau |
| EU |
kein Anbau
EU-Beitrittsland Rumänien: Anbau auf ca. 100.000 ha 2006. Nach
dem EU-Beitritt 2007 ist der Anbau von gv-Soja offiziell
verboten. |
| USA |
USA 2010: 29,7 Mio. ha / Anteil ca. 93% |
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Weitere Länder |
Argentinien (Anteil gv-Sojabohnen: ca. 98%), Brasilien (71%), Kanada, Mexiko, Paraguay, Uruguay,
Bolivien, Südafrika, Costa Rica, Chile |
| Handel |
Die EU führt aus den USA, Argentinien und Brasilien jährlich 35 bis
40 Millionen Tonnen Soja und Sojarohstoffe ein. |
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 | Info + :
Gentechnisch verändertes Soja |
Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
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An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht. |
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Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits
Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden. |
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