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Sojabohne
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Forschung |
verschiedene
Herbizidtoleranz, veränderte Produkteigenschaften,
Stresstoleranz, Ertragssteigerung |
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Freilandversuche |
EU 20
USA ca. 2080, Kanada
Argentinien, Japan, China, Vietnam |
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Zulassungen |
EU 7
USA, Kanada, weitere 16 Länder |
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Anbau |
Rumänien (2006, vor EU-Beitritt)
USA, Argentinien, Brasilien, weitere 8 Länder |
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- Merkmal |
Herbizidtoleranzen, veränderte Fettsäurezusammensetzung |
Landwirtschaft
Die Sojabohne ist die wichtigste Öl- und
Eiweißpflanze weltweit.
Ihr Anbau ist auf großen Flächen möglich und
erfordert wenig Arbeitsaufwand. Wie alle Leguminosen nehmen
Sojabohnen Luftstickstoff auf und benötigen daher keine
Nitratdüngung.
Ihre Hauptanbaugebiete liegen in
warmgemäßigten und subtropischen Klimaregionen. Führende
Anbauländer sind die USA, Brasilien, Argentinien, China, Indien,
Paraguay, Kanada und Bolivien. In Brasilien und Argentinien haben
sich die Sojaflächen zwischen 1990 und 2010 verdreifacht.
2011 wurden weltweit 103 Millionen
Hektar
Sojabohnen angebaut, auf 73 Prozent (75,4 Millionen Hektar) dieser Fläche
wuchsen gv-Sojabohnen.
Verwendung
Sojabohnen sind Roh- und Grundstoff für
unzählige Lebensmittel, -zutaten und -zusatzstoffe, wie:
-
pflanzliche Öle und Fette, Sojaöl, Lecithin und andere
Emulgatoren, Tocopherol (Vitamin E)
-
Sojamehl, Sojaschrot, verschiedene
Sojaeiweißpräparate, vor allem bei
Fertigprodukten
-
traditionelle Sojaprodukte wie
Tofu,
Sojasauce,
Miso, Tempeh
-
Ersatzprodukte für Fleisch und Milch:
Sojamilch, Sojapudding, texturiertes Sojaeiweiß
Futtermittel:
Aufgrund ihrer Aminosäurezusammensetzung sind Sojabohnen ideal
für die Fütterung von Schweinen und Geflügel.
-
In den Ölmühlen wird der Fettanteil der Sojabohnen abgetrennt und
zu Ölen verarbeitet. Die übrig bleibende Sojamasse wird als
eiweißreiches Futtermittel verwertet.
Die EU führt jährlich 35 bis
40 Millionen Tonnen Sojabohnen ein; etwa die Hälfte davon als
Sojaschrot (grob gemahlene Sojabohnen als Futtermittel). Ohne
den Import von Futtermittel aus Sojabohnen könnte die Erzeugung tierischer
Lebensmittel in Europa nicht auf dem gegenwärtigen Niveau gehalten
werden.
Nachwachsende Rohstoffe, Energiepflanzen:
-
Biokraftstoffe aus Sojaöl (vor allem in den USA)
-
Sojaöl: Grundstoff für Lacke, Farben, Wasch- und Putzmittel,
Schmierstoffe, Weichmacher
-
vielseitige Verwendung bei der Herstellung von Kosmetika
Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung
Anbaueigenschaften
Unkrautmanagement
Resistenzen gegen Krankheitserreger
Resistenzen gegen Schädlinge
Anpassung an Klima- und Standortfaktoren
Produkteigenschaften
Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe:
-
erhöhter Anteil an Ölsäuren (86 Prozent statt
23 Prozent), dafür weniger Linolensäure. Aufgrund des geringeren
Linolensäuregehalts werden bei der Verarbeitung solcher Sojabohnen
weniger gesundheitlich bedenkliche Transfettsäuren gebildet.
Diese entstehen bei hohen Temperaturen, etwa beim
Härten der Fette oder beim Frittieren.
Gv-Sojabohnen mit erhöhtem Ölsäuregehalt werden in den USA
angebaut.
-
Anreicherung mit Omega-3-Fettsäuren, die
als gesundheitsfördernd angesehen werden. In den USA werden
solche gv-Sojabohnen in Kürze auf den Markt kommen.
-
veränderter Eiweiß- und Aminosäuregehalt,
etwa Anreicherung mit der Aminosäure Methionin. Diese ist in Sojabohnen nur in geringen Mengen
enthalten und muss bei einer ausschließlichen Fütterung mit
Soja-Futter zugesetzt werden.
-
verringerter Gehalt der Mehrfachzucker Stachyose und Raffinose:
Stachyose ist ein Oligosaccharid
(Mehrfachzucker), das viele Nutztiere und auch der Mensch nicht
verdauen können. Im Dünndarm wird die Stachyose durch Bakterien
abgebaut und es entstehen Gase (Blähungen). Verschiedene Studien
haben gezeigt, dass Futtermittel mit geringerem Stachyosegehalt das
Wachstum bei Schweinen und Geflügel fördern.
Anreicherung mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen,
etwa
Entfernen gesundheitsschädlicher Stoffe
Pflanzenentwicklung
Nachwachsende Rohstoffe
-
Anreicherung bestimmter Fettsäuren: Sojaöl enthält
verschiedene Fettsäuren, die unterschiedliche chemische und physikalische
Eigenschaften aufweisen. Für bestimmte industrielle Verwendungszwecke wird
Öl mit definierten Eigenschaften benötigt. Ziel ist es, in gv-Sojabohnen
eine bestimmte Fettsäure anzureichern und die Bildung anderer zu
unterbinden, um Sojaöl als Rohstoff für spezielle industrielle Produkte zu
erhalten.
Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen
Freilandversuche mit gv-Sojabohnen
| EU |
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Gesamtanzahl Anträge |
20 |
| Länder |
Frankreich 7, Spanien
7, Italien 4, Deutschland 1,
Rumänien 1 |
| Zeitraum |
1994-2010 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz |
| Weltweit |
| USA |
ca. 2080 |
| Zeitraum |
1985-2012 |
| Weitere
Länder |
Kanada, Brasilien, Argentinien, Japan,
China, Vietnam, Costa Rica |
Nutzung von gv-Sojabohnen
| Zulassungen EU |
| |
zum Anbau |
als Lebens-/
Futtermittel |
| Antrag |
1 |
10 |
| Zulassung |
- |
7 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz, veränderte Inhaltsstoffe, Insektenresistenz |
| Zulassungen weltweit |
| |
zum Anbau |
als Lebens- /
Futtermittel |
| USA |
15 |
13 |
| Südkorea |
|
14 |
| Australien |
|
13 |
| Neuseeland |
|
13 |
| Kanada |
14 |
14 |
| Mexiko |
1 |
11 |
| Japan |
7 |
10 |
| Brasilien |
7 |
7 |
| Taiwan |
|
7 |
| Philippinen |
|
6 |
| Argentinien |
4 |
4 |
| China |
|
4 |
| Südafrika |
1 |
4 |
| Russland |
|
4 |
| Singapur |
|
2 |
| Uruguay |
1 |
1 |
| Paraguay |
1 |
1 |
| Kolumbien |
|
1 |
| Schweiz |
|
1 |
| Merkmale |
Herbizidtoleranz, veränderte Fettsäurezusammensetzung |
| Gezählt
werden jeweils verschiedene gv-Sojabohnen (Events). |
| Anbau |
| EU |
kein Anbau
Rumänien: Anbau ca. 100.000 ha bis 2006. Nach
dem EU-Beitritt 2007 ist der Anbau von gv-Soja offiziell
verboten. |
| USA |
USA 2012: 28,3 Mio. ha (93% der Gesamtanbaufläche) |
|
Weitere Länder |
Argentinien (2011: 100%, 19,1 Mio. ha), Brasilien (2012: 23,9 Mio. ha,
88%),
Paraguay, Uruguay, Mexiko, Bolivien, Kanada, Südafrika, Chile, Costa Rica Vietnam strebt an, ab 2014
gv-Soja anzubauen. |
| Handel |
Die EU führt aus Brasilien, Argentinien und den USA jährlich 35 bis
40 Mio. Tonnen Soja und Sojarohstoffe ein. |
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Sojabohnen: Anbau in Europa? Europa erzeugt nicht
genug Futtermittel für seine Nutztiere. Vor allem
eiweißreiche Futtermittel fehlen - deswegen müssen jährlich
35 Millionen Tonnen Sojarohstoffe vorwiegend aus Nord- und
Südamerika importiert werden. Nun wollen Agrarpolitiker
diese "Eiweißlücke" schließen Doch wie? Sojabohnen
benötigen ein feucht-warmes Klima. Inzwischen arbeiten die
Züchter an neuen Sorten, die besser an das
trockene und kühlere Mitteleuropa angepasst sind.
Durchaus mit Erfolg: In den letzten Jahren haben hier die Sojaflächen zugenommen,
2010 waren es in Österreich 35.000, in Deutschland 5.000
Hektar. Doch um die Sojaimporte vollständig zu ersetzen,
wären allein Deutschland 1,5 bis 2 Millionen Hektar nötig.
Foto: Feld mit Sojabohnen bei Breisach (Oberrhein) |

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Gv-Sojabohnen haben sich weltweit durchgesetzt: Auf
sie entfallen drei Viertel der Welt-Sojaerzeugung. Anfangs
waren ausschließlich gv-Sorten mit Herbizidresistenzen auf
dem Markt. Inzwischen sind in Nordamerika auch Sojabohnen
mit veränderter Fettsäurezusammensetzung erhältlich. |
Hinweise zu "Forschung und Entwicklung"
- Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus
geforscht.
- Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits
Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
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Zahlen Freisetzungsversuche EU In der Regel werden
einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben.
Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an
mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass
genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden. |
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