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Sonnenblume

Forschung  Pilz- und Insektenresistenz, veränderte Produkteigenschaften
Freilandversuche EU 15
USA 32, Kanada
Argentinien, Pakistan
Zulassungen keine
Anbau kein Anbau
Perspektive Mit einer kommerziellen Nutzung von gv-Sonnenblumen ist auf längere Sicht nicht zu rechnen.

 

Landwirtschaft

Der Anbau von Sonnenblumen als Ölpflanzen kam erst im 19. Jahrhundert auf. Heute werden sie weltweit in warmgemäßigten Klimaregionen angebaut. 2009 lag die Weltproduktion an Sonnenblumenkernen bei 32 Millionen Tonnen. Führend im Anbau sind Russland, die Ukraine, Argentinien, China, die USA, Frankreich und die Balkanländer.

 

Verwendung

Die Samen (Kerne) der Sonnenblume bestehen zu 50 Prozent aus Fett und zu 20 Prozent aus Protein (Eiweiß).

Sonnenblumen finden verschiedene Verwendungen als Lebensmittel:

Energiepflanzen, nachwachsende Rohstoffe:

Sonnenblumenöl als Grundstoff für

  • Biodiesel und Biomethan
  • Farben und Lacke, Weichmacher sowie Schmieröl
  • Kerzen, Seifen und Kosmetika
  • Aus den Sprossachsen kann Zellulose zur Papierherstellung gewonnen werden.

Nebenprodukte der Sonnenblumenölgewinnung:

  • Pressrückstände können an Nutztiere verfüttert werden

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Resistenzen gegen Krankheitserreger

Resistenzen gegen Schädlinge

Unkrautmanagement

Anpassung an Klima- und Standortfaktoren

  • Dürretoleranz

Produkteigenschaften

Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

Pflanzenentwicklung

Bodensanierung

  • Sanierung schwermetallbelasteter Böden: Die Pflanzen werden dahingehend verändert, dass sie auf diesen Böden wachsen können und die Schwermetalle in der Pflanzenmasse anreichern.

 

Freilandversuche mit gv-Sonnenblumen

EU
Gesamtanzahl Anträge 15
Länder Frankreich 10, Spanien 3, Niederlande 2
Zeitraum 1994-2001
Merkmale Herbizidtoleranz, Pilzresistenz, veränderte Produkteigenschaften, Resistenz gegen parasitische Blütenpflanzen
Weltweit
USA 32
Zeitraum 1991-2003
Weitere Länder Kanada, Argentinien, Pakistan

 

In Kanada ist eine neuartige Sonnenblume mit einer Resistenz gegen Herbizide mit dem Wirkstoff Imidazolinone zugelassen. Das neue Merkmal dieser Sonnenblume geht auf eine natürliche Mutation zurück.
In Kanada sind "neuartige Pflanzen" zulassungspflichtig, unabhängig vom dafür angewandten Verfahren. Dagegen müssen in USA und der EU nur gentechnisch veränderte Pflanzen ein Zulassungsverfahren durchlaufen, nicht jedoch neuartige Pflanzen, die mit anderen Verfahren, wie etwa der Mutagenese erzeugt wurden. Eine gentechnisch veränderte Sonnenblume ist bisher nicht zugelassen.

 

Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
29. Juli 2011 [nach oben springen]

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