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Tomate

Forschung  Veränderte Produkteigenschaften, Insekten- und Virusresistenz
Freilandversuche EU 75
USA 665, weitere 13 Länder
Zulassungen USA 6, Kanada
Mexico, Japan, China
Anbau USA (1998-2002), vermutlich China
- Merkmal Reifeverzögerung

 

Landwirtschaft

Die Wärme liebende Pflanze wird von den Tropen bis in die gemäßigten Regionen, dort meist im Gewächshaus, angebaut.

Die Tomate erhielt erst nach dem Ersten Weltkrieg eine wirtschaftliche Bedeutung. Im Jahr 2009 wurden Tomaten weltweit auf ca. fünf Millionen Hektar angebaut. Wichtigste Anbauländer sind China, Ägypten, Indien und die Türkei.

 

Verwendung

Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (etwa 95 Prozent), außerdem enthält sie die Vitamine A, B1, B2, C, E, Niacin (essentielles Vitamin) sowie Mineralstoffe besonders Kalium und Spurenelemente.

Die Frucht wird roh verzehrt oder verarbeitet zu

Weltweit werden 80 Prozent der Tomatenernte industriell verarbeitet.

 

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Pflanzenentwicklung

  • ReifeverzögerungReifeverzögerung. Üblicherweise werden Tomaten geerntet, wenn sie noch nicht ausgereift sind. Der Reifeprozess wird durch Ethylenbegasung eingeleitet. Bei gv-Tomaten ist der Abbau bestimmter Substanzen in den Zellwänden verzögert. Dadurch können die Tomaten länger am Strauch ausreifen und dennoch längere Lager- und Transportzeiten überstehen.

  • ParthenokarpieParthenokarpie

  • Ertragssteigerung

Produkteigenschaften

Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe

  • Erhöhung des Stärkegehalts und eine gleichzeitige Senkung des Wassergehalts (damit höheres Trockengewicht und Kosteneinsparungen bei der Verarbeitung von Tomatenprodukten).

Veränderung der Inhaltsstoffe in Bezug auf Geschmack, Gesundheit und Verträglichkeit, etwa

  • Fruchtzuckerzusammensetzung

  • Anreicherung mit Vitaminen oder sekundären Pflanzenstoffen, die als gesundheitsfördernd angesehen werden (Anthocyane, CarotinoideCarotinoide, LycopinLycopin, Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und FlavonoideFlavonoide).
    In Laborversuchen ist es gelungen, eine Tomate gentechnisch so zu verändern, dass sie 25 mal mehr Folsäure enthält als herkömmliche Tomaten.

  • Reduzierung von AllergenenAllergenen (AllergieAllergie auslösenden Eiweißverbindungen)

  • erhöhter Zinkgehalt

Anbaueigenschaften

Resistenzen gegen Schädlinge

Resistenzen gegen Krankheitserreger

Anpassung an Klima- und Standortfaktoren

  • Dürre-, Salz- und Kältetoleranz

Unkrautmanagement

Nachwachsende Rohstoffe

  • Molecular PharmingMolecular Pharming: Nutzung von gentechnisch veränderten Tomaten als System zu Produktion von Arzneimittelwirkstoffen; bisher nur experimentelle Forschung.

 

Freilandversuche mit gv-Tomaten

EU
Gesamtanzahl Anträge 75
Länder Italien 48, Spanien 16, Frankreich 5, weitere in Portugal, Niederlande, Großbritannien und Griechenland.
Zeitraum 1992-2003
Merkmale veränderte Produktqualität, Virus- Insekten- und Pilzresistenz
Weltweit
USA ca. 665
Zeitraum 1985-2011
Weitere Länder Mexiko, Japan, Kanada, Australien, Indien, China, Argentinien, Ägypten, Chile, Guatemala, Thailand, Indonesien, Pakistan

 

Nutzung von gv-Tomaten

Zulassungen weltweit
  zum Anbau als Lebens- / Futtermittel
USA 6 6
Kanada   4
Mexiko 1 3
Japan 1 1
China In China soll eine Tomate zur kommerziellen Nutzung zugelassen sein.
Merkmale Reifeverzögerung, Insektenresistenz
Gezählt werden jeweils verschiedene gv-Tomaten (Events).
Anbau
EU kein
USA 1998 auf ca. 200.000 ha, seit 2002 eingestellt.
Die erste als Lebensmittel erhältliche gentechnisch veränderte Pflanze, die FlavrSavr-Tomate ("Anti-Matsch-Tomate") hat die Erwartung der Hersteller nicht erfüllt und wird heute nicht mehr angebaut.
Weitere Länder In China sollen virusresistente Tomaten angebaut werden. Verlässliche Informationen liegen dazu jedoch nicht vor.
Erläuterung zu Forschung und Entwicklung
  • An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus geforscht.
  • Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
16. September 2011 [nach oben springen]

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