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Weinrebe
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Forschung |
Virus-, Pilz- und Bakterienresistenz |
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Freilandversuche |
EU 7
USA 61,
Kanada, Südafrika |
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Zulassungen |
keine |
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Anbau |
kein Anbau |
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Perspektive |
Die Entwicklung von gv-Weinreben ist vor allem bei Pilz- und
Virusresistenzen international weit fortgeschritten.
Eine kommerzielle Anwendung wird aus Gründen fehlender
Verbraucherakzeptanz vorerst nicht angestrebt. |
Landwirtschaft
Die Weinrebe ist weit verbreitet, wird aber vor allem in warmen
und sonnigen Regionen angebaut. Sie gehört
zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen. Es sind etwa 10.000
Rebsorten bekannt, doch im Weinbau spielen nur wenige eine Rolle.
Verwendung
Lebensmittel und Zutaten:
Die Weinbeeren (Trauben) werden verarbeitet zu:
-
Wein
-
Obst, Traubensaft
-
Rosinen, Korinthen, Sultaninen:
Die getrockneten Weinbeeren aus kernlosen Sorten unterscheiden sich
in Farbe, Größe und Geschmack. Die großen, gelben Sultaninen werden
aus der Sorte "Sultana" hergestellt, die kleinen schwarzbraunen
Korinthen aus "Korinthiaki" und sind unter dem Sammelbegriff Rosinen
im Handel erhältlich.
Nebenprodukte:
-
Aus den Schalen können auch Lebensmittelfarbstoffe (z.B. Anthocyane, E163)
gewonnen werden.
Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung
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Test im Freiland: Weinreben mit Resistenz gegen
die Reisigkrankheit. Das französische
Agrarforschungsinstitut INRA arbeitete bis 2010 an
der Entwicklung von Weinreben mit einer gentechnisch
vermittelten Resistenz gegen die Reisigkrankheit.
Nach der wiederholten Zerstörung des Versuchsfeldes
im Elsass wurde das Projekt eingestellt. |
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Anbaueigenschaften
Resistenzen gegen Krankheitserreger
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Unkrautmanagement
Anpassung an Klima- und Standortfaktoren
Produkteigenschaften
Veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe
-
Veränderter Zuckergehalt, veränderte Farbe und Fruchtgröße der
Weintrauben
-
Reduzierter Gehalt an Aminen, sekundären Pflanzenstoffen. Diese können Auslöser für Kopfschmerzen beim
Genuss von Wein sein.
Pflanzenentwicklung
Freilandversuche mit gv-Weinreben
| EU |
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Gesamtanzahl Anträge |
7 |
| Länder |
Frankreich 5, Italien 1, Deutschland 1 |
| Zeitraum |
1994-2010 |
| Merkmale |
Virusresistenz, Pilzresistenz, veränderte Fruchtgröße |
| Weltweit |
| USA |
61 |
| Zeitraum |
1995-2012 |
| Weitere
Länder |
Kanada, Südafrika |
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Pilzkrankheiten wie
Grauschimmel, Echter und Falscher Mehltau sind im Weinbau
ein großes Problem. Sie führen nicht nur zu Ertragseinbußen,
sondern auch zu Qualitätsverlusten beim Wein. Bisher bleibt den Winzern kaum
etwas anderes übrig als der intensive Einsatz chemischer
Fungizide. Bei starkem Befall und in empfindlichen Lagen
wird bis zu acht Mal gespritzt. 70 Prozent aller in
Deutschland eingesetzten Fungizide gehen in den Weinbau,
obwohl dieser nur auf 5 Prozent der landwirtschaftlichen
Flächen betrieben wird.
Auch die Ökowinzer suchen nach einem wirksamen Konzept gegen die gefürchteten Pilze. Oft
benutzen sie Kupferpräparate, was zur Belastung der Böden
mit Schwermetallen führt.
Der Kampf gegen die Pilze ist
deswegen so schwierig, weil diese erst Mitte des 19.
Jahrhunderts aus Amerika nach Europa eingeschleppt wurden.
Die traditionellen europäischen Rebsorten hatten bis dahin
keine Resistenz gegen die Pilze entwickelt und auch in ihrem
Genpool waren keine Resistenzgene
vorhanden.
Nach vielen Jahren ist es zwar
gelungen, mit klassischen Methoden neue, pilzresistente
Rebsorten wie Regent (Rotwein) und Phoenix (Weißwein) zu
züchten, nicht jedoch bei den traditionellen Sorten
Riesling, Merlot oder Chardonnay. Inzwischen kennt man
verschiedene Gene, die an der Ausbildung von Pilzresistenzen
beteiligt sind. Weltweit arbeiten mehrere Arbeitsgruppen
daran, solche Gene auf Weinreben zu übertragen.
(Foto unten: Weinrebe mit Grauschimmel / Syngenta)
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Biologische Sicherheitsforschung zu gentechnisch
veränderten Pflanzen: Berichte, Ergebnisse, Videos |
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Getränke: Gentechnik dabei? transGEN-Datenbank
Lebensmittel: Bier, Wein, Fruchtsaft, Milch |
Hinweise zu "Forschung und Entwicklung"
- Symbol Kasten: An der Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen wird bisher nur im Labor oder Gewächshaus
geforscht.
- Symbol Pfeil: Die Entwicklung von Pflanzen mit den aufgeführten
Merkmalen ist relativ weit fortgeschritten. Es haben bereits
Versuche mit gv-Pflanzen im Freiland stattgefunden.
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Zahlen Freisetzungsversuche EU In der Regel werden
einzelne Anträge mit dem Jahr der Antragstellung angegeben.
Ein Antrag kann Freilandversuche über mehrere Jahre und an
mehreren - Standorten umfassen. Es ist möglich, dass
genehmigte Freilandversuche nicht durchgeführt werden. |
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