Transparenz fr Gentechnik bei Lebensmitteln
 
TransGen Lebensmitteldatenbank

Geben Sie ein, wozu Sie etwas wissen wollen: eine Pflanze, ein Lebensmittel, eine Zutat, einen Zusatzstoff oder eine E-Nummer.

Sie erhalten Informationen über mögliche Anwendungen der Gentechnik.

Fragen zur Datenbank?

transGEN Forum
Newsletter? Anmelden
Forum Bio- und Gentechnologie

Carotinoide

mehrere E-Nummern | Farbstoffe
mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen nein

 

Erläuterung

Carotinoide ist der zusammenfassende Begriff für eine große Gruppe natürlicher Farbstoffe, die vor allem in Pflanzen vorkommen. Sie werden den "sekundären Pflanzenstoffen" zugerechnet.

Verwendung

Verschiedene Carotinoide sind als Lebensmittel-Farbstoffe zugelassen. Da Carotinoide fettlöslich sind, werden sie vor allem in fetthaltigen Produkten eingesetzt. Beispiele für Carotin-Farbstoffe sind:

  • Carotine (E 160a, Beta-CarotinBeta-Carotin), AnnattoAnnatto oder Bixin (E 160b), Paprikaextrakt oder Capsanthin (E 160c) oder Lycopin (E 160d).
  • Bei den Farbstoffen E 160e und E 160f handelt es sich um chemisch veränderte Carotinoide.

Wie auch anderen "sekundären Pflanzenstoffen" wird den Carotinoiden eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen; Als "AntioxidantienAntioxidantien" fangen sie aggressive Sauerstoffe (Radikale) ab und sollen vor allem gegen degenerative Erkrankungen und einige Krebsarten vorbeugend wirken. Carotinoide werden daher auch in ACE-Produkten oder ACE-DrinksACE-Drinks eingesetzt, die mit den Vitaminen A, C und E angereichert sind. Der bekannteste Einzelstoff aus der Carotinoid-Gruppe ist Beta-CarotinBeta-Carotin (Provitamin A), das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird.

Gentechnik

Klassisch werden Carotinoide aus Pflanzen extrahiert, etwa Annatto aus den Samen des Annatto- oder Orleanstrauches, Capsanthin aus Paprika, Lycopin aus Tomaten, Carotin aus Karotten.
Auch aus der Meeresalge Dunaliella salina werden Carotinoide, hauptsächlich Beta-Carotin, gewonnen. Die Alge wird in den großen Salinen Süd-Australiens gezüchtet und produziert natürlicherweise große Mengen der Farbstoffe.

  • Für einige Carotinoide wie Annatto oder Beta-Carotin stehen inzwischen biotechnische Verfahren zur Verfügung, bei denen auch gentechnisch veränderte Mikroorganismen eingesetzt werden. Exakte Informationen über den kommerziellen Einsatz liegen nicht vor.
  • In Zukunft könnten die Rohstoffe für Carotinoide aus gentechnisch veränderten Pflanzen (TomateTomate, MöhreMöhre) stammen.

Kennzeichnung: Für Zusatzstoffe aus der Carotinoid-Gruppe besteht grundsätzlich eine Kennzeichnungspflicht, wenn der betreffende Stoff

  • aus gentechnisch veränderten Pflanzen (etwa Tomaten) gewonnen wird.

Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine Mikroorganismen enthält.

Erhalten die verwendeten Mikroorganismen Nährstoffe (Substrate) aus gentechnisch veränderten Pflanzen, bleibt der Zusatzstoff ohne Kennzeichnung.

  

Sättigungsbeilagen.

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Fritten, Reis, Nudeln, Kartoffeln

Thema: Überwachung
In Deutschland sind die Bundesländer für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Sie kontrollieren die Einhaltung der Gentechnik-Vorschriften.
19. Mai 2011 [nach oben springen]

© 1997 - 2012 i-bio Information Biowissenschaften | Impressum | Leitlinien und Finanzierung | website created by webmotive