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Hydroxypropylstärke

E 1440 | Verdickungsmittel
mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Rohstoff gv-Mais möglich

 

Erläuterung

Hydroxypropylstärke E 1440 ist eine besondere Form einer chemisch modifizierten Stärkemodifizierten Stärke (Stärkeether). Eine ähnliche Stärkevariante ist Hydroxypropyldistärkephosphat E 1442.

  • Neben den übrigen Eigenschaften der modifizierten Stärkemodifizierten Stärke zeichnen sich Stärkeether durch hohe Hitze- und Säurestabilität aus.

siehe auch: StärkeStärke

Verwendung

Stärkeether werden vor allem eingesetzt bei:

  • FertigproduktenFertigprodukten und TiefkühlproduktenTiefkühlprodukten, besonders bei tiefgefrorenen Teigen. Sie verbessern deren Wasserbindefähigkeit und verhindern, dass nach dem Auftauen Wasser austritt. (Gefrier-Tau-Stabilität)

  • PuddingPudding und Desserts

Sie sorgen für die gewünschte Konsistenz und verhindern das Entmischen von Inhaltsstoffen, etwa das Absinken von Kräutern.

Gentechnik

Dieser Zusatzstoff wird aus Stärke hergestellt. Rohstoffe für Stärke sind Pflanzen wie Mais, Kartoffeln oder Weizen.

Maisstärke kann zu einem gewissen Anteil aus gentechnisch verändertem MaisMais stammen, vor allem wenn die Rohstoffe aus den USA oder Argentinien importiert wurden. In der EU wird auf vergleichsweise kleinen Flächen gentechnisch veränderter Mais angebaut, der jedoch nicht als Rohstoff für Lebensmittel verwendet wird. Zutaten aus mehreren gv-Maissorten sind in der EU zugelassen.

Weitere pflanzliche Stärkequellen sind KartoffelnKartoffeln und WeizenWeizen. Bei Weizen werden derzeit weltweit keine gv-Sorten kommerziell genutzt.

Kennzeichnung: Zusatzstoffe auf der Basis von Stärke sind kennzeichnungspflichtig, wenn sie unmittelbar aus gentechnisch veränderten Pflanzen (z.B. Mais) hergestellt werden. Ob dieses auch auf chemisch modifizierte Stärken zutrifft, ist rechtlich nicht eindeutig geklärt. In der Praxis hat sich durchgesetzt, dass nicht gekennzeichnet wird.

  

Süßes aus Stärke. Pflanzliche Stärke ist Rohstoff für viele Lebensmittelzutaten. Doch dafür müssen die langen Stärkemoleküle in kleine Einheiten aufgespalten werden. Die Werkzeuge dafür sind Enzyme. Sie werden zu einem großen Teil mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Deswegen ist die "Stärkeverzuckerung" eines der wirtschaftlich bedeutendsten Anwendungsfelder der Gentechnik.

Der Stand der Forschung.

transGEN-Datenbank Pflanzen: Stärkegewinnung: Mais, Kartoffeln, Weizen, Maniok (Cassava)

19. Januar 2012 [nach oben springen]

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