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Invertzuckersirup

Erläuterung

Als Invertzucker bezeichnet man ein Gemisch aus den Einfachzuckern Glukose und Fruktose. Man erhält es durch Aufspaltung von ZuckerZucker (Saccharose). Das Gemisch ist ein natürlicher Bestandteil des Honigs. Es wird "Invertzucker" genannt, weil im Verlauf der Aufspaltung die rechtsdrehende Saccharose in die linksdrehende Fruktose "invertiert" wird.

  • Invertzuckersirup wird in der Regel durch Säurehydrolyse, insbesondere mittels sauren Ionenaustauschern aus Zucker hergestellt. Möglich ist auch eine Herstellung über die enzymatische Aufspaltung von Saccharose.

Verwendung

Invertzuckersirup besitzt verschiedene technologisch interessante Eigenschaften: So kristallisiert er wegen seines hohen Fruktose-Anteils im Vergleich zum gewöhnlichen Zucker weniger schnell aus. Er wird daher etwa dort verwendet, wo Zuckerkristalle aus sensorischen Gründen unerwünscht sind (z.B. Marzipan).

Gentechnik

Mögliche Anwendungen:

  • Der Ausgangsstoff ZuckerZucker kann aus gentechnisch veränderten ZuckerrübenZuckerrüben stammen. In der EU sind die Lebens- und Futtermittel einer in Nordamerika angebauten gv-Zuckerrübe zugelassen. Ein kommerzieller Anbau von gv-Zuckerrüben ist in der EU vorerst nicht geplant.
    Zucker in der EU wird derzeit ausschließlich aus konventionellen Rüben gewonnen.

  • Das zur Aufspaltung des Zuckers verwendete Enzym InvertaseInvertase wird in der Regel biotechnisch aus Hefe gewonnen. Der Einsatz gentechnisch veränderter Hefen ist möglich. - Das enzymatische Verfahren zur Herstellung von Invertzuckersirup wird jedoch nach Angaben der Zuckerindustrie derzeit in Europa nicht eingesetzt.

Kennzeichnung: Invertzuckersirup aus gentechnisch veränderten ZuckerrübenZuckerrüben ist kennzeichnungspflichtig.

Enzyme werden in der Regel nicht auf der Zutatenliste angegeben. Eine Herstellung mit Hilfe von gv-Mikroorganismen ist zudem nicht kennzeichnungspflichtig.

  

Zucker und Süßstoffe.

transGEN-Datenbank Pflanzen / Lebensmittel: Zuckerrübe, Zuckerrohr, Aspartam, Glukosesirup

Thema: Kennzeichnung

Leitfaden Kennzeichnung: Was? Wie? Was nicht? Und was bedeutet "ohne Gentechnik"?

01. Februar 2012 [nach oben springen]

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