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Forum Bio- und Gentechnologie

Maltodextrine

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Rohstoff Stärke aus gv-Mais möglich
Enzyme, hergestellt mit Hilfe von gv-Mikroorganismen nein

 

Erläuterung

Maltodextrin (auch: Maltrin) wird enzymatisch aus Stärke hergestellt und als sprühgetrocknetes Pulver angeboten. In Wasser bildet es eine klebende, trübe und viskose Masse. Es hat ähnliche Eigenschaften wie die übrigen DextrineDextrine, jedoch eine etwas andere Zusammensetzung der verschiedenen Zucker.

  • Maltodextrin verbessert die Schaumstabilität und verhindert die Bildung großer Eiskristalle oder das Auskristallisieren von Zuckern. Es dient auch als Stabilisator, Füllstoff, Lagerschutz und zur Vermeidung von Fehl-Aromen (Off-Flavor).

Anders als chemisch modifizierte Stärkenchemisch modifizierte Stärken gilt Maltodextrin als Zutat, nicht als Zusatzstoff.

Verwendung

Gentechnik

Maltodextrine werden aus Stärke gewonnen. Anwendungen der Gentechnik sind möglich bei pflanzlichen Stärkequellen und vor allem bei der Herstellung der Enzyme, mit denen die Stärke aufgeschlossen und modifiziert wird.

  • Rohstoff Stärke: Maisstärke kann zu einem gewissen Anteil aus gentechnisch verändertem MaisMais stammen, vor allem wenn die Rohstoffe aus den USA oder Argentinien importiert wurden. In der EU wird auf vergleichsweise kleinen Flächen gentechnisch veränderter Mais angebaut, der jedoch nicht als Rohstoff für Lebensmittel verwendet wird. Zutaten aus mehreren gv-Maissorten sind in der EU zugelassen.

    Weitere pflanzliche Stärkequellen sind KartoffelnKartoffeln und WeizenWeizen. Bei Weizen werden derzeit weltweit keine gv-Sorten kommerziell genutzt.

  • Enzyme: Der Abbau und die Modifikation der Stärke - die Stärkeverzuckerung - wird mit Enzymen (z.B. AmylaseAmylase, Glukose-IsomeraseGlukose-Isomerase, PullulanasePullulanase) durchgeführt. Diese werden überwiegend biotechnisch mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen.

Kennzeichnung: Zutaten auf der Basis von Stärke sind kennzeichnungspflichtig, wenn sie unmittelbar aus gentechnisch veränderten Pflanzen (z.B. Mais) hergestellt werden. Ob dies auch auf Maltodextrine zutrifft, die in mehreren Verarbeitungsschritten aus Stärke hervorgehen, ist noch nicht eindeutig geklärt. In der Praxis hat sich durchgesetzt, dass nicht gekennzeichnet wird.

Enzyme werden in der Regel nicht auf der Zutatenliste angegeben. Eine Herstellung mit Hilfe von gv-Mikroorganismen ist zudem nicht kennzeichnungspflichtig.

  

Süßes aus Stärke. Pflanzliche Stärke ist Rohstoff für viele Lebensmittelzutaten. Doch dafür müssen die langen Stärkemoleküle in kleine Einheiten aufgespalten werden. Die Werkzeuge dafür sind Enzyme. Sie werden zu einem großen Teil mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Deswegen ist die "Stärkeverzuckerung" eines der wirtschaftlich bedeutendsten Anwendungsfelder der Gentechnik.

Der Stand der Forschung.

transGEN-Datenbank Pflanzen: Stärkegewinnung: Mais, Kartoffeln, Weizen, Maniok (Cassava)

Thema: Enzyme
Lebensmittel, Enzyme, Gentechnik. Zahlreiche Enzyme werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt.
18. Januar 2012 [nach oben springen]

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