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Methionin

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen nein

 

Erläuterung

Methionin gehört zu den essentiellen AminosäurenAminosäuren und kommt in nahezu allen tierischen und pflanzlichen Proteinen vor.

Verwendung

Methionin wird verwendet als:

  • "geschmacksbeeinflussender Stoff" (für Lebensmittel allgemein zugelassen; Ausnahme: Getreidemahlerzeugnisse, alkoholfreie Erfrischungsgetränke). Eine Deklaration im Rahmen der Zutatenliste ist nicht erforderlich.

  • Zutat in diätetischen Lebensmittelndiätetischen Lebensmitteln und klinischer Nahrung

  • FuttermittelzusatzFuttermittelzusatz, vor allem für SchweineSchweine und GeflügelGeflügel

Gentechnik

Synthetisches Methionin wird derzeit chemisch hergestellt. Biotechnische Verfahren unter Einsatz gentechnisch veränderter Mikroorganismen werden entwickelt. Es liegen keine genauen Informationen vor, inwieweit diese auch angewandt werden.

Kennzeichnung Lebensmittel: Methionin als "geschmacksbeeinflussender Stoff" in Lebensmitteln ist nicht zu kennzeichnen, da es sich im rechtlichen Sinn um keine Zutat handelt.

In Diätprodukten und klinischer Nahrung gilt Methionin als Zutat. Eine Kennzeichnungspflicht besteht jedoch nicht, wenn Aminosäuren in geschlossenen Systemen mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt werden. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Aminosäure aufgereinigt wird und keine Mikroorganismen enthält. 

Kennzeichnung Futtermittel: Aminosäuren als Bestandteile von Futtermitteln sind kennzeichnungspflichtig. Es gelten grundsätzlich die gleichen Vorschriften wie bei Lebensmitteln.

 

Tierfutter: Mit Gentechnik.  Die europäischen Landwirte benötigen weit mehr Futtermittel als sie selbst erzeugen können. Jährlich führt die EU deswegen 35 Millionen Tonnen eiweißreiche Sojabohnen ein, vor allem aus Brasilien, Argentinien und USA. Dort ist der Anbau gentechnisch veränderter Sorten der Normalfall. Wenn es nicht bewusst "ohne Gentechnik" produziert wird, ist Mischfutter im Regelfall "gentechnisch verändert". Eine Kennzeichnung der damit erzeugten Lebensmittel - Milch, Fleisch, Eier - ist nicht vorgeschrieben.

Gentechnisch veränderte Tiere: Der Stand der Dinge

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Schwein, Huhn, Rind, Lachs

02. Februar 2012 [nach oben springen]

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