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Modifizierte Stärke

E 1404 - 1450 | Verdickungsmittel
mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Rohstoff gv-Mais ja (?)

 

Erläuterung

Modifizierte Stärken sind StärkenStärken,

  • die chemisch verändert worden sind. Sie werden in erster Linie wegen ihrer technologischen Eigenschaften eingesetzt und gelten daher rechtlich als Zusatzstoffe. Ihre Verwendung ist wie bei allen Zusatzstoffen durch Rechtsvorschriften geregelt.

  • Physikalisch (etwa durch Hitze oder Druck) oder enzymatisch modifizierte Stärken sind als Zutaten eingestuft und werden in der Zutatenliste unter dem Begriff Stärke aufgeführt.

Die Deklaration "modifizierte Stärke" umfasst mehrere Varianten, etwa: Oxydierte StärkeOxydierte Stärke, Acetylierte StärkeAcetylierte Stärke, PhosphatstärkePhosphatstärke, HydroxypropylstärkeHydroxypropylstärke, StärkenatriumoctenylsuccinatStärkenatriumoctenylsuccinat.

Chemisch modifizierte Stärken:

  • Chemisch modifizierte Stärken sind im Gegensatz zum Ausgangsprodukt Stärke wesentlich stabiler gegen Hitze und Kälte; sie können daher besser in der industriellen Lebensmittelproduktion eingesetzt werden;

  • haben eine verbesserte Quellfähigkeit und damit ein günstigeres Fließverhalten; sie verteilen sich gut im Lebensmittel.

  • Ihre jeweiligen Eigenschaften können präzise eingestellt werden, um einen gewünschten technologischen Zweck optimal zu erfüllen.

Verwendung

Modifizierte Stärken werden als Verdickungsmittel oder Trägerstoff sowie als Stabilisator eingesetzt, vor allem in:

Gentechnik

Modifizierte Stärken gehen aus Stärke hervor. Rohstoffe für Stärke sind Pflanzen wie Mais, Kartoffeln oder Weizen.

Maisstärke kann zu einem gewissen Anteil aus gentechnisch verändertem MaisMais stammen, vor allem wenn die Rohstoffe aus den USA oder Argentinien importiert wurden. In der EU wird auf vergleichsweise kleinen Flächen gentechnisch veränderter Mais angebaut, der jedoch nicht als Rohstoff für Lebensmittel verwendet wird. Zutaten aus mehreren gv-Maissorten sind in der EU zugelassen.

Weitere pflanzliche Stärkequellen sind KartoffelnKartoffeln und WeizenWeizen. Bei Weizen werden derzeit weltweit keine gv-Sorten kommerziell genutzt.

Kennzeichnung: Zusatzstoffe auf der Basis von Stärke sind kennzeichnungspflichtig, wenn sie unmittelbar aus gentechnisch veränderten Pflanzen (z.B. Mais) hergestellt werden. Ob dieses auch auf modifizierte Stärken zutrifft, ist rechtlich nicht eindeutig geklärt. In der Praxis hat sich durchgesetzt, dass nicht gekennzeichnet wird.

  

Süßes aus Stärke. Pflanzliche Stärke ist Rohstoff für viele Lebensmittelzutaten. Doch dafür müssen die langen Stärkemoleküle in kleine Einheiten aufgespalten werden. Die Werkzeuge dafür sind Enzyme. Sie werden zu einem großen Teil mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Deswegen ist die "Stärkeverzuckerung" eines der wirtschaftlich bedeutendsten Anwendungsfelder der Gentechnik.
Der Stand der Forschung.

transGEN-Datenbank Pflanzen: Stärkegewinnung: Mais, Kartoffeln, Weizen, Maniok (Cassava)

Einkauf: Wo ist Gentechnik dabei? Gekennzeichnete Produkte gibt es in Deutschland nicht. Meist bleibt die Gentechnik unterhalb der Kennzeichnungsschwelle.
19. Januar 2012 [nach oben springen]

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