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Phenylalanin

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen nein

 

Erläuterung

Phenylalanin ist eine essentielle Aminosäure.

siehe auch: AminosäurenAminosäuren

Verwendung

Phenylalanin wird verwendet als:

  • "geschmacksbeeinflussender Stoff" (für Lebensmittel allgemein zugelassen; Ausnahme: Getreidemahlerzeugnisse, alkoholfreie Erfrischungsgetränke). Eine Deklaration im Rahmen der Zutatenliste ist hier nicht erforderlich.

  • Zutat in diätetischen Lebensmittelndiätetischen Lebensmitteln und klinischer Nahrung

  • Aus Phenylalanin und Asparaginsäure wird der Süßstoff AspartamAspartam hergestellt.

Phenylalanin ist für Personen, die unter der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden, nicht verträglich. Produkte, die mit Aspartam gesüßt sind, müssen mit einem ausdrücklichen Hinweis auf Phenylalanin versehen sein.

Gentechnik

Phenylalanin kann mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen (Escherichia coli) hergestellt werden. Dieses Verfahren wird zumindest in den USA kommerziell genutzt.

Kennzeichnung Lebensmittel: Phenylalanin als "geschmacksbeeinflussender Stoff" in Lebensmitteln ist nicht zu kennzeichnen, da es sich im rechtlichen Sinn um keine Zutat handelt.

In Diätprodukten und klinischer Nahrung gilt Phenylalanin als Zutat. Eine Kennzeichnungspflicht besteht jedoch nicht, wenn Aminosäuren in geschlossenen Systemen mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt werden. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Aminosäure aufgereinigt wird und keine Mikroorganismen enthält.

Kennzeichnung Futtermittel: Aminosäuren als Bestandteile von Futtermitteln sind kennzeichnungspflichtig. Es gelten grundsätzlich die gleichen Vorschriften wie bei Lebensmitteln.

  

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe - häufig mit Gentechnik. In Diätprodukten werden häufig Süßstoffe wie Aspartam und Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit und Fruktose verwendet. Bei den Süßstoffen ist die Süßkraft bis zu 3.000 Mal so hoch wie bei Haushaltszucker, sie liefern aber keine oder nur sehr wenige Kalorien. Auch Zuckeraustauschstoffe liefern weniger Kalorien, haben aber eine ähnliche Süßkraft wie Zucker. Bei der Herstellung der Zutaten und Zusatzstoffe spielt häufig die Gentechnik eine Rolle.

Gentechnik dabei?

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Schokolade, Speiseeis, Kaffee, Süßwaren

08. Februar 2012 [nach oben springen]

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