Sojaisolat
|
mögliche Anwendung der Gentechnik |
Kennzeichnung |
|
Rohstoff gv-Sojabohnen |
ja |
Erläuterung
Gegenüber dem Sojaeiweiß wird bei Sojaisolat der Proteingehalt durch zusätzliche Verarbeitungsschritte weiter
auf mindestens neunzig Prozent angereichert.
Verwendung
Ähnlich wie bei Sojaeiweiß:
-
besonders in Produkten mit hohem Proteingehalt wie
Fleisch- und Wurstwaren, Getränken, Molkereiprodukten,
Fertigsuppen,
Fertigsoßen,
Knabbergebäck,
Sojamilch und diätetischen Lebensmitteln
-
proteinreiche Spezialnahrung für Kinder, Ältere, Sportler und Kranke
- Sojaisolat verfügt über gute
Emulgier‑, Gelier- und Aromabindungseigenschaften. Es kann zu Schäumen aufgeschlagen werden.
Gentechnik
Sojabohnen: International gehandelte Soja-Rohstoffe stammen im Regelfall ganz oder anteilig aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Gv-Sojabohnen
werden etwa in Argentinien und den USA großflächig angebaut.
Aus diesen Ländern bezieht die EU einen großen Teil der Soja-Rohstoffe.
Einige Lebensmittelunternehmen verarbeiten ausschließlich herkömmliche Soja-Rohstoffe. Eine absolute, sich über alle Verarbeitungsstufen erstreckende Trennung zwischen konventionellen und gv-Sojabohnen ist jedoch technisch nicht möglich. Auch als "gentechnikfrei" deklarierte Rohstoffe enthalten daher geringe GVO-Anteile. Diese können bis zu
0,9 Prozent betragen.
Kennzeichnung: Sojaprotein bzw. -isolat aus
gentechnisch veränderten Sojabohnen ist kennzeichnungspflichtig.
Zufällige, technisch unvermeidbare GVO-Beimischungen in den Soja-Rohstoffen bis zu einem Anteil von 0,9
Prozent führen nicht zu einer Kennzeichnung der daraus erzeugten Lebensmittel.
|