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Forum Bio- und Gentechnologie

Trockeneiweiß

mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Enzyme, hergestellt mit Hilfe von gv-Mikroorganismen nein
Fütterung mit gv-Futtermitteln nein

 

Erläuterung

Trockeneiweiß wird auch als Trockeneigelb oder Trockeneiklar bezeichnet. Es ist getrocknetes, pulverisiertes Eiweiß, Eigelb oder Vollei.

Verwendung

Gentechnik

Bei der Be- und Verarbeitung von Trockeneiprodukten werden Enzyme eingesetzt, bei denen eine gentechnische Herstellung möglich ist.

  • LipaseLipase: Entfettung des EiklarsEiklars, wenn nach der Trennung noch Eigelb vorhanden ist.

  • GlukoseoxydaseGlukoseoxydase und KatalaseKatalase: Im Eiklar ist natürlicherweise Traubenzucker (Glukose) vorhanden. Dieser würde braun werden, wenn das Eiklar zu Pulvern getrocknet wird. Deshalb wird Glukose durch die genannten Enzyme abgebaut.

Kennzeichnung: Weder das Trockeneiweiß, noch die Enzyme, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden, sind kennzeichnungspflichtig.

Futtermittel: Die in der Legehennenhaltung verwendeten Futtermittel können verschiedene Rohstoffe und Zusätze enthalten, bei denen die Gentechnik eine Rolle spielt.

  • Agrarrohstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen: vor allem SojabohnenSojabohnen, auch MaisMais, RapsRaps oder BaumwolleBaumwolle

  • Zusätze wie AminosäurenAminosäuren, VitamineVitamine und verschiedene Enzyme (z.B. PhytasePhytase) Diese können mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt werden.

Kennzeichnung Futtermittel: Kennzeichnungspflichtig sind Futtermittel, die Rohstoffe oder Zusatzstoffe aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) enthalten. Nicht zu kennzeichnen sind hingegen Lebensmittel wie Milch, Fleisch oder Eier von Tieren, die mit solchen Futtermittel gefüttert wurden.

 

Tierfutter: Mit Gentechnik.  Die europäischen Landwirte benötigen weit mehr Futtermittel als sie selbst erzeugen können. Jährlich führt die EU deswegen 35 Millionen Tonnen eiweißreiche Sojabohnen ein, vor allem aus Brasilien, Argentinien und USA. Dort ist der Anbau gentechnisch veränderter Sorten der Normalfall. Wenn es nicht bewusst "ohne Gentechnik" produziert wird, ist Mischfutter im Regelfall "gentechnisch verändert". Eine Kennzeichnung der damit erzeugten Lebensmittel - Milch, Fleisch, Eier - ist nicht vorgeschrieben.

Lebensmittel: Keine Kennzeichnung im Hinblick auf Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen

transGEN-Datenbank Lebensmittel: Käse, Milch, Eier, Fleisch- und Wurstwaren

08. Februar 2012 [nach oben springen]

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