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Vitamin E (Tocopherol)

E 306 (307-309) | Antioxidationsmittel
mögliche Anwendung der Gentechnik Kennzeichnung
Rohstoff gv-Sojabohnen, gv-Mais, gv-Baumwolle ja

 

Erläuterung

Tocopherol ist die chemische Bezeichnung für Vitamin E. Die Tocopherole, Oberbegriff für mindestens sieben Vitamin E-Varianten, werden in vielen Pflanzen gebildet, besonders reichlich in Pflanzenölen und keimenden Weizenkörnern.

  • Alle Tocopherole sind fettlöslich und verhindern den Fettverderb. Sie schützen ungesättigte Fettsäuren (Linol- und Linolensäure) und andere Vitamine vor dem Abbau durch Sauerstoffverbindungen und wirken als AntioxidantienAntioxidantien gegen aggressive, gesundheitsschädliche Sauerstoffverbindungen.

Verwendung

Tocopherole werden als Zusatzstoff eingesetzt:

Bei der Verwendung als Zusatzstoff wird Vitamin E auf der Zutatenliste mit seiner chemischen Bezeichnung "Tocopherol" deklariert.

Vitamin E wird überwiegend verwendet:

Gentechnik

Vitamin E bzw. Tocopherol kann chemisch-synthetisch gewonnen oder aus Mais, Sojabohnen, Baumwollsamen, Reis oder Weizenkeimölen extrahiert werden.

  • SojabohnenSojabohnen: International gehandelte Soja-Rohstoffe stammen im Regelfall ganz oder anteilig aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Gv-Sojabohnen werden etwa in Argentinien und den USA großflächig angebaut. Aus diesen Ländern bezieht die EU einen großen Teil der Soja-Rohstoffe.
    Einige Lebensmittelunternehmen verarbeiten ausschließlich herkömmliche Soja-Rohstoffe. Eine absolute, sich über alle Verarbeitungsstufen erstreckende Trennung zwischen konventionellen und gv-Sojabohnen ist jedoch technisch nicht möglich. Auch als "gentechnik-frei" deklarierte Rohstoffe enthalten daher geringe GVOGVO-Anteile.

  • MaisMais kann zu bestimmten Anteilen aus gentechnisch verändertem Mais bestehen - vor allem, wenn Rohstoffe aus den USA oder Argentinien importiert wurden. In der EU wird auf vergleichsweise kleinen Flächen gentechnisch veränderter Mais angebaut. Darüber hinaus sind zufällige, nicht beabsichtigte Beimischungen aus gv-Mais möglich, die in der Regel aber unterhalb der Kennzeichnungsschwelle von 0,9 Prozent liegen.

  • Gv-BaumwolleBaumwolle wird in mehreren Ländern großflächig angebaut, vor allem in den USA, China und Indien. Es ist davon auszugehen, dass Baumwollrohstoffe zu einem gewissen Anteil von gv-Pflanzen stammen.

Kennzeichnung: Vitamin E bzw. Tocopherol aus gentechnisch veränderten Pflanzen (Soja, Mais, Baumwolle) ist kennzeichnungspflichtig. Zufällige, technisch unvermeidbare GVOGVO-Beimischungen in den Rohstoffen bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent führen nicht zu einer Kennzeichnung der daraus erzeugten Lebensmittel.

 

Der Stand der Forschung.

transGEN-Datenbank Pflanzen: Ölsaaten Raps, Sojabohne, Sonnenblume, Öllein (Flachs)

Soja, der Welttierfutterlieferant. Ohne die Einfuhr großer Mengen von Sojabohnen und -schrot wäre in Europa eine Nutztierhaltung auf dem gegenwärtigen Niveau nicht möglich. In den wichtigsten Erzeugerländern - Brasilien, Argentinien, USA - werden fast nur noch gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut.
Gentechnik-Überwachung. In Deutschland sind die Bundesländer für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Sie kontrollieren die Einhaltung der Gentechnik-Vorschriften. Dazu werden in jedem Jahr mehrere Tausend Lebensmittel untersucht - vor allem solche mit mais- oder sojahaltigen Zutaten.
08. Februar 2012 [nach oben springen]

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