Glutamat | E621

Funktion Geschmacksverstärker
mögliche Anwendung der Gentechnik herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen
Kennzeichnung nein

Glutamat ist das Natriumsalz der Glutaminsäure, das in vielen natürlichen Lebensmitteln (Pflanzen, Algen, Fleisch) vorkommt. Es entsteht beim Abbau von Eiweißen (Hydrolyse) und ist etwa für die geschmacksverstärkende Wirkung von Würzen oder Würzsoßen verantwortlich.

Es gibt noch weitere Salze der Glutaminsäure, die ebenfalls als Geschmacksverstärker zugelassen sind (E621-625).

Natriumglutamat hat die Eigenschaft, einen schwach salzigen oder süßen Eigengeschmack zu verstärken und unerwünschte saure oder bittere Geschmackskomponenten zu unterdrücken.

Gentechnik

Herstellung: Glutamate werden aus Glutaminsäure gewonnen. Es gibt verschiedene Verfahren, diese großtechnisch herzustellen. In den letzten Jahren haben biotechnische Verfahren an Bedeutung gewonnen.

  • Es ist davon auszugehen, dass bei der Herstellung von Glutaminsäure gentechnisch veränderte Mikroorganismen (Corynebacterium glutamicus) eingesetzt werden. Führend auf dem Weltmarkt für Glutaminsäure sind japanische Unternehmen. Einzelheiten über die dort verwendeten Produktionsorganismen und ihre gentechnische Bearbeitung sind nicht bekannt.

Im Jahr 2009 wurden weltweit rund zwei Millionen Tonnen Mononatriumglutamat produziert, wobei rund neunzig Prozent dieser Mengen aus China und anderen Ländern Südostasiens stammen. Glutamat wird auch hauptsächlich in Asien konsumiert.

Kennzeichnung: Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen.Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine Reste der verwendeten Mikroorganismen enthält.