Glutaminsäure | E620

Funktion Geschmacksverstärker
mögliche Anwendung der Gentechnik herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen
Kennzeichnung nein

Glutaminsäure kommt in fast allen Eiweißstoffen vor, besonders reichlich etwa in Sojaeiweiß, bestimmten Algen, Getreide oder in tierischem Fleisch. Die kristalline Glutaminsäure wird vom menschlichen Organismus für den Aufbau von Körpereiweiß benötigt. Sie hat natürlicherweise eine geschmacksverstärkende Wirkung.

  • Verschiedene Salze der Glutaminsäure sind ebenfalls als Geschmacksverstärker zugelassen: Natriumglutamat (E621), Monokaliumglutamat (E622), Calciumdiglutamat (E623), Ammoniumglutamat (E624), Magnesiumdiglutamat (E625).

Glutaminsäure ist eine Aminosäure. Ihre Salze, die Glutamate, werden hauptsächlich als Geschmacksverstärker in vielen Lebensmitteln eingesetzt:

  • neunzig Prozent der produzierten Glutaminsäure werden zu Natriumglutamat verarbeitet und als Geschmacksverstärker in der Lebensmittelindustrie eingesetzt (siehe auch: Glutamat)

Gentechnik

Herstellung: Es gibt verschiedene Verfahren zur großtechnischen Herstellung von Glutaminsäure. Inzwischen haben jedoch biotechnische Verfahren an Bedeutung gewonnen.

  • Es ist davon auszugehen, dass dabei gentechnisch veränderte Mikroorganismen (Corynebacterium glutamicus) eingesetzt werden. Führend auf dem Weltmarkt für Glutaminsäure sind japanische Unternehmen. Einzelheiten über die dort verwendeten Produktionsorganismen und ihre gentechnische Bearbeitung sind nicht bekannt.

Kennzeichnung: Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine Mikroorganismen enthält.