Invertase
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E 1103 | Feuchthaltemittel |
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mögliche Anwendung der Gentechnik |
Kennzeichnung |
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herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen |
nein |
Erläuterung
Invertasen sind in der Natur weit verbreitet.
Sie kommen etwa im Verdauungstrakt von Säugetieren und Menschen
vor. Sie spalten gewöhnlichen Zucker
(Saccharose) in Fruchtzucker ( Fruktose)
und Traubenzucker ( Glukose).
Dabei wird die rechtsdrehende Saccharose in die linksdrehende
Fruktose überführt.
- Die bei dieser enzymatischen Aufspaltung entstehende Mischung
wird als
Invertzucker
bezeichnet.
- In
Honig ist
natürlicherweise Invertzucker vorhanden. Er bildet sich durch
die von den Bienen ausgesonderten Invertasen.
Verwendung
- Invertase bzw. der damit erzeugte
Invertzucker wird vor allem bei
Süßwaren
verwendet, um die unerwünschte Bildung von Zuckerkristallen bei
Marzipan,
Pralinenfüllungen oder Lebkuchenmassen zu verhindern. Anders als
gewöhnlicher Zucker neigt die durch die Wirkung der Invertase
gebildete Fruktose weniger zum Auskristallisieren und ist süßer.
- Invertase kann auch in feste Zuckermassen
injiziert werden, um sie nachträglich zu verflüssigen. Diese
Eigenschaft der Invertase wird etwa bei Pralinen mit flüssigen
Füllungen genutzt.
- Auch in der Futtermittelindustrie wird das Enzym eingesetzt,
um den Energiegehalt des Futters zu erhöhen.
Gentechnik
Invertase wird in der Regel biotechnisch mit
Hilfe bestimmter Pilze (Aspergillus niger) oder der
Bäckerhefe Saccharomyces
cerevisiae gewonnen.
- Der Einsatz gentechnisch veränderter
Mikroorganismen ist möglich. Derzeit werden in Europa zwei
Invertase-Präparate hergestellt. Die dabei verwendeten Pilzen und
Hefen gelten im Sinne gesetzlicher Definitionen aber nicht als
gentechnisch verändert.
Kennzeichnung: Zusatzstoffe, die in geschlossenen
Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen
hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist,
dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine
Mikroorganismen enthält.
Erhalten die verwendeten Mikroorganismen Nährstoffe (Substrate)
aus gentechnisch veränderten Pflanzen, bleibt der Zusatzstoff ohne
Kennzeichnung.
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