Vitamine

Vitamine sind als „essentielle Nahrungsbestandteile“ für die Aufrechterhaltung vieler Stoffwechselvorgänge unentbehrlich.

Sie können im menschlichen Körper nicht synthetisiert werden und müssen daher in ausreichenden Mengen mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine unzureichende Vitaminversorgung kann zu Mangelerkrankungen führen.

Verwendung:

Deklaration Zutatenliste: Werden Vitamine als Zusatzstoff eingesetzt, um eine technologische Wirkung zu erzielen, müssen sie auf der Zutatenliste mit ihrer Verkehrsbezeichnung und der jeweiligen Zusatzstoff-Klasse aufgeführt werden (z.B. Antioxidationsmittel Ascorbinsäure für Vitamin C, Farbstoff Riboflavin für Vitamin B2).

Gentechnik

Herstellung: Es gibt verschiedene Wege zur Herstellung von Vitaminen: chemische Synthese, biotechnische Verfahren mit Hilfe von Mikroorganismen, Extraktion aus Pflanzen oder pflanzlichem Material.

  • Für einige Vitamine sind inzwischen Herstellungsverfahren entwickelt worden, bei denen gentechnisch veränderte Mikroorganismen zum Einsatz kommen. In einigen Fällen - etwa Vitamin B12 - haben sich gentechnisch Produktionsverfahren weitgehend durchgesetzt, in anderen werden weiterhin auch Verfahren ohne GVO genutzt. Beispiele sind: Vitamin B12, Vitamin B2, Vitamin C, Beta Carotin als Vitamin-A-Vorstufe, Biotin.
  • Vitamin E kann sowohl biotechnisch wie aus Sojabohnen gewonnen werden. Bei einer Extraktion aus Sojabohnen ist davon auszugehen, dass diese zu einem bestimmten Anteil gentechnisch verändert sind.
  • Viele Vitamine, vor allem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, werden auf Trägerstoffe aufgebracht, um sie besser handhaben zu können. Bei einigen dieser Trägerstoffe sind gentechnische Anwendungen möglich, z.B. Stärke, Glukose, Maltodextrin. Trägerstoffe gelten rechtlich nicht als Lebensmittel und sind daher von der Deklaration ausgenommen.

Kennzeichnung: Zusatzstoffe (und damit auch Vitamine), die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine nachweisbaren Bestandteile der verwendeten Mikroorganismen enthält.

Kennzeichnungspflichtig sind Vitamine, die wie Vitamin E unmittelbar aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt werden. Ob dies auch dann zutrifft, wenn mehrere Verarbeitungsschritte durchlaufen werden, ist nicht eindeutig geklärt.