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Das offiziellen
Standortregister verzeichnet für die derzeitige
Anbausaison in Deutschland nur noch 16 Standorte mit
einer Fläche von 80.000 Quadratmetern, auf denen
Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen
durchgeführt werden - neun Standorte und 50.000
Quadratmeter weniger als im Vorjahr. 2007 wies das
Standortregister noch 81 Versuchsflächen auf knapp
700.000 Quadratmetern aus.
Auch die Zahl der in den
EU-Ländern eingegangenen Neuanträge für
Freilandversuche mit gentechnisch veränderten
Pflanzen ist stark rückläufig. 2011 sind in der
zentralen EU-Datenbank nur noch halb so viele
Neuanträge registriert wie im Vorjahr. Sie sanken
von 109 (2009) über 81 (2010) auf nunmehr 42. Anders
als das deutsche Standortregister enthält die
EU-Datenbank keine Angaben über Standorte und
Flächen der tatsächlich durchgeführten
Freilandversuche, sondern nur die Zahl der in einem
Jahr eingereichten Anträge. Oft werden Freisetzungen
an verschiedenen Standorten in mehrjährigen
Wiederholungen beantragt.
In Deutschland wie in Europa
sind es nur wenige Pflanzenarten, bei denen
gentechnisch veränderte Linien im Freiland getestet
werden - vor allem Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben,
vereinzelt auch Pappeln, Baumwolle, Gerste oder
Weizen. Bei den Merkmalen überwiegen
Resistenzen gegen Schadinsekten
und verschiedene Herbizidtoleranzen. Nur einzelne
Freisetzungsversuche lassen erkennen, dass sich die
Pflanzenforschung inzwischen mit weiteren Zielen
beschäftigt, etwa neuen Resistenzkonzepten gegen
Pflanzenkrankheiten, Toleranzen gegen Dürre und
Umweltstress, veränderten Inhaltsstoffen sowie der
Nutzung von Pflanzen zur Produktion von
Pharmawirkstoffen.
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