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Bei Sojabohnen hat sich die
Gesamtanbaufläche gegenüber 2011 kaum verändert und
beträgt nun 30,5
Millionen Hektar. Der Anteil an gentechnisch veränderten Sojabohnen ist
dagegen leicht von 94 auf 93 Prozent gesunken. Nach wie vor werden ausschließlich
herbizidresistente gv-Sojabohnen angebaut. Bei Mais ist der Anteil
an gv-Pflanzen mit 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr
unverändert. Da jedoch der Maisanbau in den USA um
drei Prozent zugelegt hat, sind auch die mit
gv-Sorten bewirtschafteten Flächen um etwa eine
Million Hektar gestiegen.
Mehr als die Hälfte der im Frühjahr 2011 ausgebrachten gv-Maissorten verfügt über
mehrere Insekten-
und Herbizidresistenzen (stacked genes). Im Handel
sind verschiedene Sorten, die zwei oder mehr Varianten des
Bt‑Proteins bilden,
die gegen Schädlinge wie den Maiszünsler (European Corn borer) oder den
Maiswurzelbohrer (Corn root worm)
gerichtet sind. Zusätzlich sind diese Maispflanzen resistent gegen
verschiedene Herbizide.
Bei Baumwolle stieg zwar der Anteil gv-Sorten von 90 auf 94
Prozent. Da jedoch die Gesamtfläche nach einigen Zuwachsjahren nun
wieder deutlich zurückgegangen ist, nahmen 2012 auch die Flächen mit
gv-Baumwolle ab. Nach wie vor weisen knapp zwei Drittel des Saatguts
kombinierte Insekten- und Herbizidresistenzen auf.
Nicht in der offiziellen Agrarstatistik der
US-Landwirtschaftsbehörde ausgewiesen sind Anbauflächen
für gv-Sorten bei anderen Kulturarten.
In den Zuckerrübenregionen
der USA haben die Farmer 2011 gv-Sorten auf einer Fläche von etwa 475.000
Hektar (Anteil 95 Prozent) ausgesät. Ein ähnliche Anteil ist auch
2012 zu erwarten, zumal die US-Landwirtschaftsbehörde die von
Gerichten geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen
hat.
Nach jahrelangen Auseinandersetzungen ist seit
2011 der Anbau von herbizidresistenter gv-Alfalfa
(Luzerne) wieder ohne Einschränkungen erlaubt. Nach
200.000 Hektar im Vorjahr soll nach einer Umfrage
unter Landwirten in dieser Saison etwa die Hälfte
des ausgebrachten Saatguts - das entspricht 4,5 von
9 Millionen Hektar - gentechnisch verändert sein.
400.000 Hektar - oder 80 Prozent der nationalen Erzeugung -
werden in den USA mit gv-Raps bewirtschaftet. Auf kleineren Flächen, aber regional
mit hohen Anteilen, werden gv-Squash (gelbe Zucchini,
2000 Hektar) und auf Hawaii gv-Papaya (500 Hektar) angebaut, beide
mit Resistenzen gegen durch Viren ausgelöste Pflanzenkrankheiten. |