Neu hier?
Ein kleiner Leitfaden zum Einstieg in ein
kompliziertes Thema.
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Genfood? Gentechnik in Lebensmitteln? Sie
haben davon gehört und möchten nun mehr dazu wissen? |
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Dann sind Sie richtig bei transgen.de.
Hier finden Sie eine Vielzahl von Informationen - und genau da
beginnt das
Problem: Es sind so viele, dass man schnell den
Überblick verliert. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Hier
finden Sie einige
Hinweise für den schnellen, unkomplizierten Einstieg.
Gentechnik und Lebensmittel - das
ist nun mal ein komplexes Thema. So einfach, wie es oft in den Medien
oder in öffentlichen Diskussionen dargestellt wird, geht es nicht. Es gibt
nicht die Gentechnik, sondern unterschiedlichste Anwendungen,
die nicht alle über einen Kamm zu scheren sind.
transgen.de
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stellt die Dinge so differenziert wie
nötig, und so klar, verständlich und präzise wie möglich dar,
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wendet sich an mündige, selbstbewusste
Bürgerinnen und Bürger, die sich selbst ein Urteil bilden wollen
und die dazu verlässliche, sachliche und glaubwürdige
Informationen suchen.
Übrigens: transgen.de wurde schon 1997
gegründet. Das Grundkonzept - sachliche Information "jenseits von Euphorie und
Panikmache" hat sich seitdem nicht verändert.
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Wie kann ich mich kurz und schnell informieren? |
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Dafür gibt es die Reihe transGEN-Kompakt.
Bisher sind fünf Ausgaben erschienen.
- Lebensmittel. Ist da Gentechnik drin?
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Kennzeichnung. Was man dazu wissen muss
- Gen-Food. Eine sichere Sache?
- Gv-Pflanzen in der Umwelt: Unkalkulierbares Risiko?
- Anbau in Deutschland - Streitfall Bt-Mais
Gut geeignet für eine erste Orientierung sind auch die "Fragen
und Antworten", die Sie zu verschiedenen Themen finden.
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Grüne Gentechnik - Was esse ich schon? |
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Obst oder Gemüse, überhaupt pflanzliche
Produkte, die Sie unmittelbar verzehren, sind nicht gentechnisch
verändert. In Europa und Deutschland sind keine zugelassen, und auch
weltweit gibt es sie kaum. Gentechnische Anwendungen sind heute vor
allem bei Lebensmitteln und -zutaten aus Sojabohnen zu finden sowie bei
Zusatzstoffen, Vitaminen, Enzymen und Futtermitteln.
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Es gibt doch Vorschriften zur
Kennzeichnung. Aber kaum Produkte, die gekennzeichnet sind.
Warum? |
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Die überwiegende Mehrheit der Deutschen will
kein "Genfood" essen. Die meisten sehen darin wenig Vorteile, aber
viele Risiken. Da es an Akzeptanz fehlt, unternehmen
Lebensmittelhersteller große Anstrengungen, damit sie ihre Produkte
nicht als "gentechnisch verändert" kennzeichnen müssen. Rohstoffe
aus gentechnisch veränderten Pflanzen werden daher kaum verarbeitet.
Aber
es gibt dennoch zahlreiche Anwendungen der Gentechnik unterhalb der
"Kennzeichnungsschwelle", vor allem
bei Zusatzstoffen und Futtermitteln.
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Leitfaden Kennzeichnung:
Das muss nicht gekennzeichnet werden.
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In den Niederlanden sind
gekennzeichnete Produkte nichts Besonders. Einige Beispiele.
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Bei diesen Zusatzstoffen sind Anwendungen der Gentechnik möglich
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2009 wurde die Genehmigung zum Anbau von "Gen-Mais"
ausgesetzt. Die Politik folgte damit den Einwänden
vieler Umwelt- und Verbraucher-verbände. Warum gibt es
Vorbehalte? |
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Im Kern geht es um zwei Themenbereiche, die
immer wieder vermischt werden: um die "Koexistenz" und um mögliche
Gefahren für Umwelt und Gesundheit.
Koexistenz meint: der Anbau von gentechnisch
verändertem und "normalen" Mais soll nebeneinander möglich sein,
ohne den Fortbestand einer "gentechnik-freien"
Landwirtschaft zu gefährden. Um das zu gewährleisten, gibt es
besondere Vorschriften für den Anbau von gentechnisch verändertem Mais.
Viele Praktiker und
Wissenschaftler sagen, eine solche Koexistenz sei möglich, Umwelt- und Bioverbände
dagegen bestreiten das.
Das liegt vor allem daran, dass beide Seiten etwas anderes unter
"Koexistenz" verstehen. transgen.de versucht, die Dinge zu
entwirren.
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Aber man weiß doch noch sehr wenig, wie "Gen-Mais"
oder andere genveränderte Pflanzen sich langfristig
auswirken. Oder? |
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Immer wieder hört man, dass man noch viel zu
wenig wisse, vor allem über langfristige Schäden. Manchmal behaupten
Politiker oder Verbandsvertreter, es sei "wissenschaftlich bewiesen,
dass Gen-Mais Krebs bei Ratten verursacht" oder "Schmetterlinge
tötet". Lassen Sie sich nichts vormachen. Fragen Sie kritisch nach,
worauf sich solche Aussagen stützen.
transgen.de hat einige Informationen
zusammengestellt, die Sie heranziehen könnten. Aber auch hier: Wenn
Ihnen Pauschalaussagen "Genfood macht krank" oder "Alle gentechnisch
veränderten Lebensmittel sind sicher" nicht reichen, kann man das
Thema nicht mit ein, zwei Sätzen erledigen.
Jede gentechnisch veränderte Pflanze wird vor der Zulassung auf
ihre Sicherheit geprüft, auch die daraus hergestellten Lebens- und
Futtermittel.
Auch Behauptungen, das Verhalten von
gentechnisch veränderten Pflanzen in der Umwelt sei "nicht
vorhersehbar", das Risiko "unkalkulierbar", die Pflanzen "nicht
rückholbar" sind in dieser Pauschalität falsch. Bisher gibt es keine
Hinweise, dass gentechnisch veränderte Pflanzen per se
risikoträchtiger sind als konventionelle.
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Gentechnik - wozu braucht man die eigentlich? |
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Gentechnik - das sind eine Reihe von
Verfahren, die in der Pflanzenzüchtung oder bei der Optimierung von
Mikroorganismen eingesetzt werden. Vereinfacht kann man sagen, dass
damit "fremde" Gene auf einen anderen Organismus übertragen werden können. Es
gibt einige Ziele, die man auf diese Weise besser oder schneller
erreichen kann als mit anderen Verfahren.
In der transGEN-Datenbank finden Sie
Einträge zu fast hundert Nahrungs- und Futterpflanzen, bei denen
auch mit gentechnischen Verfahren geforscht wird. Zwar werden
die meisten
dieser Projekte sicher nie zu kommerziellen Produkten führen,
aber sie zeigen, dass die Gentechnik überall auf der Welt ein verbreitetes,
selbstverständliches Werkzeug in der Pflanzenforschung ist.
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Kann man die Entwicklung noch zurückschrauben? |
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Theoretisch könnte Deutschland - oder die EU
- den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten. Dazu
müssten allerdings die bestehenden und von allen EU-Mitgliedstaaten
beschlossenen Gesetze geändert werden. Zudem wäre ein globaler
Handelskonflikt unausweichlich.
International ist ein Ausstieg aus der
Gentechnik jedoch völlig unrealistisch. Seit Jahren steigen die
weltweiten Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen an. Vor allem in Nord- und
Südamerika, in China und Indien nutzen Jahr für Jahr Millionen von
Landwirten gentechnisch veränderte Pflanzen. Sie haben damit
wirtschaftlichen Erfolg, sonst würden sie wieder die alten
konventionellen Sorten aussäen. Mit den Agrarprodukten aus diesen
Ländern wird international gehandelt. Die EU führt allein jährlich 40
Millionen Tonnen Sojarohstoffe ein, überwiegend gentechnisch
verändert. Ohne diese Sojaimporte gäbe es nicht genug Futtermittel,
um die europäische Fleischerzeugung aufrecht zu erhalten
Ob es einem gefällt oder nicht -
weltweit ist die Grüne Gentechnik eine ökonomische Realität.
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Für viele sind die Sicherheitsfragen nicht das
Problem. Sie kritisieren, dass mit der Gentechnik die
großen Konzernen die Kontrolle über die globale
Nahrungsmittelproduktion erhalten. |
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Sicher, die Gentechnik hat dazu geführt, dass
einzelne Gene oder gentechnische Verfahren patentiert werden können.
Wegen der dafür fälligen Lizenzgebühren ist gentechnisch verändertes
Saatgut teurer als herkömmliches. Außerdem müssen Landwirte dann ihr
Saatgut in jedem Jahr neu kaufen. Das schränkt, so eine verbreitet
Befürchtung, die Ernährungssouveränität ein und
treibt die Landwirte in eine zunehmende Abhängigkeit von großen
Konzernen.
Andererseits ist die Pflanzenzüchtung heute
sehr forschungsintensiv und die Entwicklung einer neuen
Pflanzensorte - ob mit oder ohne Gentechnik - dauert viele Jahre und
kostet eine Menge Geld. Ohne Patente wäre das kaum noch möglich.
transgen.de will und kann diese schwierigen
ethischen Fragen nicht für Sie entscheiden. Aber auch hier: Eine
nüchterne Darstellung einiger Fakten und Zusammenhänge ist der erste
Schritt zu einer eigenständigen Urteilsfindung.
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