Ich habe an den wdr folgende mail geschickt. Mal sehen, ob die antworten:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte hiermit Stellung zu Ihrer tendenziösen Berichterstattung in der Sendung „plusminus“ vom 08.02.2011 "Rückschau: Pflanzenschutz" beziehen. Der in der Sendung dargestellte Zusammenhang zwischen einem bedauerlichen menschlichen Schicksal und dem Einsatz des herbiziden Wirkstoffes Glyphosat bzw. der Formulierung „Roundup“ entbehrt jeder Grundlage. Ihre Redakteure sind dabei offenbar solchen Propagandaorganisationen wie greenpeace aufgesessen, deren Ziel nicht die Aufklärung ist, sondern nur die Unterstützung der eigenen Agenda. Warum haben Ihre Redakteure lediglich nur einen bestimmten, von greenpeace und befreundeten Organisationen gesponserten Personenkreis zu Wort kommen lassen ? Die Nachfrage bei der ohnehin im öffentlichen Verruf stehenden Firma Monsanto hätten Sie sich sparen können ! Warum wurden nicht auch anerkannte Toxikologen und Genehmigungsbehörden befragt. Bei der bestimmt nicht im Verdacht der Industriefreundlichkeit stehenden Österreichischen Behörde AGES hätten Sie mit einfacher online-Recherche fündig werden können:
http://www.ages.at/landwirtschaft/landwirtschaftliche-sachgebiete/pflanzenschutzmittel/aktuelles/stellungnahme-
der-ages-zur-toxizitaet-von-glyphosat/
Leider treiben solche verantwortungslosen Organisationen wie greenpeace so häufig eine Sau durchs Dorf, dass eine fundierte wissenschaftliche Bewertung der Behauptungen nicht immer möglich ist.
Aus dem Sendetext: „Der Anbau ist scheinbar leicht: kein Pflügen mehr, sondern nur Aussäen, Spritzen und Ernten.“ Haben Sie sich jemals gefragt, ob der Verzicht auf das Pflügen auch für den Boden und damit die Umwelt Vorteile haben kann ? Haben Sie sich jemals gefragt, warum Glyphosat eine solche Verbreitung auch hier in Deutschland und Österreich erfahren hat und was die Vorteile gegenüber anderen Herbiziden sind ? Nein, auch hier die unkritische Übernahme vorgefertigter Meinungsbilder. Nein, alles andere wäre mühsame und undankbare Arbeit, da es sich nicht so gut verkaufen lässt, wie die Geschichte vom an den Rollstuhl gefesselten Mädchen.
Was treibt einen öffentlichen Sender dazu, solche einseitige Berichterstattung zu liefern ? Wo bleibt der journalistische Anspruch einer möglichst objektiven Berichterstattung ? Ist es das Bedürfnis oder das Bestreben mit einer solchen Posse den unwissenden mainstream zu bedienen, der da meint, alle Pflanzenschutzmittel und erst recht die grüne Gentechnik seien des Teufels und ohnehin überflüssig ? Oder betreiben Sie gar die Geschäfte von „unabhängigen“ Organisationen, die der ökologistischen Szene zuzurechnen sind ?
Recherchieren Sie umfassend, nur dann haben Sie als öffentliche Einrichtung es auch verdient, aus öffentlichen Einnahmen bezahlt zu werden.
Torben Hoffmeister
torben.hoffmeister@t-online.de Ein Gebührenzahler, der sich angesichts der häufigen Denunziationen aus der ökologistischen Szene genötigt sieht, folgendes zu erklären: Nein, ich werde nicht von Monsanto bezahlt. Nein, ich bin kein Angestellter einer Firma, die mit Chemikalien oder Pflanzenschutzmitteln handelt. Nein, ich bin kein Lobbyist der Industrie. Nein, ich bin kein konventioneller Landwirt, der auch dank Ihrer „Arbeit“ pauschal im Verdacht steht, seine Mitbürger mit Pestiziden vergiften zu wollen. Nein, ich bin kein Forscher, der sich aus Industriemitteln finanziert. Ich bin lediglich ein naturwissenschaftlich gebildeter Gebührenzahler, den ein solcher Umgang mit Fakten anwidert.