Hallo Herr Brändle,
„Ich halte es schon für einen Unterschied ob man von einem Panoramabericht oder einer Studie des Max-Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittelforschung (MRI) in Karlsruhe spricht – Sie nicht?“
Schön, dass Sie den Unterschied zwischen einem Panoramabeitrag und der Veröffentlichung der Bundeseinrichtung MRI so fein herausgearbeitet haben. Allerdings hält Sie das nicht davon ab, z.B. den Genehmigungsbescheid inklusive Risikobewertung einer anderen Bundesbehörde, hier des BVL unter Beteiligung des BfR, des JKI und des BfN für einen Freisetzungsversuch der KWS zu ignorieren bzw. mit Ihren Blockade-Aktionen in Frage zu stellen. Wie man es halt gerade braucht, Zwiedenken eben !
Ganz abgesehen davon, dass das was Sie dem MRI-Bericht entnehmen wollen dieser gar nicht hergibt. Aber das haben andere Forumteilnehmer schon ausgiebig ausgeführt (Stichworte Korrelation und Kausalität).
„Geforscht und versprochen wurde schon viel. Zur Marktreife hat es aber nur BT und RR gebracht. Und dies gilt auch für Länder in denen es keine Feldzerstörungen gibt –oder?“
Ja eben „oder“ ist richtig ! Geben Sie sich ein bisschen Mühe ! Als kleine Hilfestellung hier ein link:
http://www.aphis.usda.gov/biotechnology/not_reg.html Und noch ein Hinweis: Beachte Spalte transgenic phenotype
Dem Urteil von DNA schließe ich mich im Übrigen an: Die auch auf Steiner zurückgehenden Ideen des ökologischen Landbaus gibt es bereits seit den 30-iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Trotz staatlich unterstützter Forschung und vor allem Vermarktung liegt der Flächenenanteil bei 10 % und der Anteil am Warenumsatz im einstelligen Prozentbereich.
Ach übrigens: Ich habe gestern einen Kasten Ökobier gekauft. Nicht weil da Öko draufsteht, sondern weil es gut schmeckt und der Braumeister offenbar sein Fach versteht. Eigentlich sollte ich das nicht machen, denn Hopfenanbau ohne Fungizide sprich Kupfer geht gar nicht ! Und so „ertrage“ ich das Umweltproblem Kupfer so wie sie das konventionelle „Problem“ Fungizid ertragen müssen, letzteres aber bekämpfen.
„Noch mal: es geht mir nicht um Gesundheitsgefahren sondern darum welche Landwirtschaft wir in Zukunft brauchen um mit den aufgezeigten Problemen klar zu kommen. Haben Sie mal den Weltagrarbericht des IAASTD gelesen?“
Dafür, dass es ihnen eigentlich nicht um die Gesundheitsgefahren geht, ist auf der Seite, für die Sie ja hier bereits die redaktionelle Verantwortung übernommen haben, sehr viel zu lesen von angeblichen gesundheitlichen Gefahren: unter „Argumente“: 3. Agrogentechnik – Versuchskaninchen Mensch… 9. Agrogentechnik – Wirkung auf den Menschen – Unklar
Stichwort Weltagrarbericht: Der Begriff ist nicht zutreffend, Deutschland hat ihn bisher nicht anerkannt, unter Federführung eines ausgewiesenen Gentechnikgegners entstanden
Kennen Sie das Gutachten des Bioökonomierates ?
http://www.biooekonomierat.de/gutachten.html,
aus dem Vorwort : Eine wichtige Prämisse für die Forschung im Bereich Bioökonomie ist eine grundsätzliche Technologieoffenheit. Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft tragen dafür gemeinsam Verantwortung. Wir tragen auch Verantwortung für das, was wir nicht tun.
„Die Feststellung währe?“
Die Feststellung wäre: Ihre Argumentation und Ihr Diskussionsansatz sind – um es höflich auszudrücken - nicht aufrichtig ! Sie verfolgen das Ziel Fundamentalopposition zu begründen. Unter einem solchen Vorzeichen ist eine Diskussion mit sachlichen Argumenten nicht zielführend – siehe Stuttgart 21 ! Da musste sogar ein attac – Mitglied als Schlichter passen.
Torben Hoffmeister