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Gentechnik, Landwirtschaft, Lebensmittel.Fragen, Meinungen, Informationen.
Autor: F. Behringer
Datum: 23.08.09 17:10
Haß: "Sie irren sich, Herr Behringer! Ich würde z.B. gerne einmal den berüchtigten Butterfinger-Riegel probieren."
Schön, Herr Haß, dass Sie so offen (...auf der Linie der CDU), ihre große Zuneigung zu Lebensmitteln mit Gentechnik bekunden.
Ein Zeitonline-Artikel v. Andreas Sentker ("Die Revolution muss grün werden") hatte damals einige kontroverse Reaktionen geweckt.
Darunter ein Leser, der nach meiner Auffassung, die Bedenken der großen Mehrheit in der Bevölkerung, die Genfood ablehnen, ziemlcih objektiv umschreibt:
30. Einspruch!
Lieber Herr Sentker,
Ich muss Ihnen entschieden wiedersprechen. Es gibt reichlich Studien, auf deren Basis man schon heute die Unbedenklichkeit gentechnisch veraenderten Saatgutes im Grunde ausschliesen kann, sowohl im Hinblick auf das oekologische Gleichgewicht als auch im Hinblick auf die menschliche Gesundheit. Natuerlich reicht der Platz hier nicht aus, dies im Detail zu diskutieren; um es nicht unbelegt im Raume stehen zu lassen, moechte ich aber doch zwei prominente Arbeiten zitieren:
- Ewen & Pusztai, The Lancet 1999; 354: 1353
- Quist & Chapela, Nature 2001; 414: 541-3
Dass sowohl Dr. Pusztai als auch Dr. Chapela nach Veroeffentlichung dieser Arbeiten gekuendigt wurde, sollte uns nachdenklich machen.
Und: dass nicht alle Studien kritische Ergebnisse hervorbringen sollte uns nicht ueberraschen (das waere geradezu erschreckend!). Gerade bei einem solchen komplexen Thema ist es wichtig, sich gut mit den angewandten Forschungsmethoden UND den Sponsoren der Studien vertraut zu machen.
Ich sehe mich selbst als unabhaengigen Wissenschaftler; durchaus sehe ich auch die potentiellen Chancen dieser neuen Technologie, meine aber, dass man aus einem Grunde in diesem Falle besonders vorsichtig sein sollte: wenn sich herausstellen sollte, dass es erhebliche und moeglicherweise existenzbedrohende Risiken gibt, wird niemand in der Lage sein, die GMO-Saaten komplett aus der Natur zu entfernen.
Die wesentliche Frage scheint mir zu sein: was gewinnen wir durch das eingegangene potentielle Risiko, das mit der Nutzung der GMO Saaten verbunden ist? Ich gebe Ihnen Recht, dass es durchaus von Interesse waere, Saaten zu erzeugen, (a) die Resistent gegen Trockenheit sind, (b) eine groessere Naehrstoffdichte aufzeigen, und/oder (c) groessere Ertraege liefern. Nach meinem Wissen sind solche Pflanzen derzeit nicht, oder nur in vernachlaessigbarem Masse, im Einsatz.
Solange die Gentechnik nur genutzt wird, um die Profite multinationaler Konzerne zu mehren, die Rechte der Kleinbauern weltweit einzuschraenken, und mit den Risiken assoziierte eventuelle Kosten der Allgemeinheit aufzubuerden gibt es keinen Grund fuer den Einsatz von GMO. Privatisierung der Profite, Sozialisierung der Risiken: wo hatten wir das schon einmal???
[kommentare.zeit.de]
Es mangelt also nicht an Studien und Beweisen über die alarmierende (verborgene) Gesundheitsgefahr durch Agro-Gentechnik. Es mangelt an verantwortungsvollen Wissenschaftlern und Politikern, nach Pusztais Entdeckung, ein längst überfälliges GVO-Verbot durchzusetzen!
[www.rowett.ac.uk]
F.B. |
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F. Behringer |
18.08.09 16:16 |
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J. Böhrer |
18.08.09 19:48 |
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A. Schmidt |
19.08.09 07:23 |
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F. Behringer |
19.08.09 22:45 |
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F. Behringer |
19.08.09 22:57 |
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A. Schmidt |
19.08.09 23:18 |
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Peter Langelüddeke |
20.08.09 07:27 |
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F. Behringer |
20.08.09 07:36 |
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Michael Haß |
20.08.09 11:42 |
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Hans Brandl |
20.08.09 21:36 |
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F. Behringer |
23.08.09 17:10 |
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Peter Langelüddeke |
20.08.09 15:35 |
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F. Behringer |
22.08.09 13:06 |
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Peter Langelüddeke |
22.08.09 19:01 |
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Dr. Reinhard Szibor |
22.08.09 22:49 |
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A. Schmidt |
20.08.09 20:21 |
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Hans Brandl |
20.08.09 21:09 |
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J. Böhrer |
22.08.09 19:34 |
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