Gentechnik-Spuren: Kein Pardon für unerwünschte Saatkörner
Beim Gentechnik im Saatgut herrscht Nulltoleranz. Wird
ein gv-Saatkorn gefunden, dann darf nicht ausgesät werden.
Meist ziehen die Züchter die betreffende Saatgut-Partie
wieder zurück, wie jetzt wieder in Niedersachsen. Vor allem
Mais und Raps-Saatgut wird regelmäßig auf GVO-Spuren
untersucht. Da es weiterhin keine Schwellenwerte gibt,
herrscht in Deutschland eine strikte Nulltoleranz. Für die
Züchter bedeutet das einen enormen Aufwand.
In Deutschlandist es gesetzlich regelt,
welche Lebensmittel das "ohne Gentechnik"-Siegel
tragen dürfen. Bei tierischen Produkten sind die
Bedingungen in Bezug auf die Futtermittel weniger
streng. Darum sind es vor allem wenig verarbeitete
Milchprodukte, die "ohne Gentechnik" deklariert
sind.
Weltweit immer mehr
gentechnisch veränderte Pflanzen
2011 sind die Anbauflächen weltweit
noch einmal um 8 Prozent auf nun 160 Millionen Hektar
gestiegen. Die Hälfte davon liegen in Entwicklungs- und
Schwellenländern. In zehn Ländern betragen die mit
gentechnisch veränderten Pflanzen bewirtschafteten Flächen
mehr als eine Million Hektar.
Europa 2011: Grüne
Gentechnik in Spanien und Portugal und sonst kaum etwas
Gemessen an der internationalen
Entwicklung fällt der Anbau gentechnisch veränderter
Pflanzen in Europa kaum ins Gewicht. Die Anbauflächen
gehen zurück - mit Ausnahme Spaniens und Portugals. Dort
sind 2011 die Flächen mit Bt-Mais MON 810 deutlich
gestiegen.
Wasser ist eine immer knapper
werdende Ressource. Schon heute fließen zwei Drittel des
weltweiten Wasserverbrauchs in die Landwirtschaft - und mit
zunehmender Erderwärmung wird dieser Anteil steigen. Es ist
ein lohnendes Ziel, Pflanzen zu entwickeln, deren
landwirtschaftlicher Anbau weniger Wasser benötigt und die
auch bei Hitze und Trockenheit gute Erträge liefern.
Viele sorgen sich um "Gentechnik in
unseren Lebensmitteln". Gemeint sind meist gentechnisch
veränderte Pflanzen. Dass Gentechnik vor allem bei der
Herstellung von Zusatzstoffen, Vitaminen und Enzyme
verbreitet ist, weiß kaum jemand. Und es muss ja auch nicht
gekennzeichnet werden.
Gentechnik bei Tieren:
Viel Aufregung, wenig Anwendung
Die
Europäische Kommission hat Leitlinien für die Zulassung und
Sicherheitsbewertung gentechnisch veränderter Tiere
vorgelegt - daraus hergestellte Lebensmittel eingeschlossen.
Doch praktische Bedeutung hat das nicht. Denn
Zulassungsanträge oder gar Produkte aus gv-Tieren sind über
Jahre hinaus nicht in Sicht.
Der Weizen, der den Läusen stinkt. Wissenschaftler am Rothamsted Research
Institute haben einen Weizen entwickelt: Er sondert
Duftstoffe ab, mit dem bestimmte Pflanzen wie etwa Minze
Blattläuse vertreiben. Nun soll im Freiland getestet werden,
ob diese chemische Abwehr auch in dem gv-Weizen wirksam ist.
Doch: Getechnik-Gegner haben angekündigt, das Versuchsfeld
zu zerstören. Nun haben sich die Wissenschaftler an die
Öffentlichkeit gewandt.
Die Kartoffel hat es in sich. Eine anfangs fremde
Knolle ist längst ein Grundnahrungsmittel. Alles zu
Biologie und Anbau der Kartoffel, zu Krankheiten,
Schädlingen und Forschungsprojekten. (www.biosicherheit.de)
"Es ist so interessant für uns." Eine Gruppe junger
Agrar- und Pflanzenwissenschaftler aus sieben Ländern
besuchte 2011 den Schaugarten Üplingen. Sie informierten
sich über die dort gezeigten gentechnisch veränderten
Pflanzen und neue Möglichkeiten in der Pflanzenzüchtung.
Jenny fragt: Wie werden eigentlich neue Gene in eine
Pflanzenzelle übertragen? Agrobakterien können das "von
Natur" aus. Und genau diese Fähigkeit macht sich die
Gentechnik zunutze.
Jenny fragt: Wie funktioniert eigentlich die PCR-Methode?
Ob Kriminalistik, Vaterschaftstest, Forschung oder
Lebensmittelüberwachung - ohne PCR geht kaum etwas. Damit
können ganz bestimmte DNA-Abschnitte nachgewiesen werden.
Neu: Interessante Videos auf dem Youtube-Kanal
von transGEN