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Mais ist vor allem ein wichtiger
Stärkelieferant. Stärke ist neben verschiedenen industriellen
Anwendungen auch ein Rohstoff für zahlreiche Lebensmittelzutaten,
etwa
In Deutschland wird Stärke vor allem aus Kartoffeln erzeugt, doch
in der gesamten EU liegt Mais (ca. 50 Prozent) als Stärkelieferant vor
Kartoffeln und Weizen. In den USA wird Stärke überwiegend aus Mais
erzeugt. Glukose- und Fruktosesirup haben dort herkömmlichen Zucker
aus vielen Süßigkeiten und Softdrinks verdrängt.
Lebensmittelzutaten aus Mais oder Maisstärke
können Anteile aus gentechnisch verändertem Mais enthalten - vor
allem dann, wenn der Mais aus einer Region stammt, in der viel
gentechnisch veränderter Mais angebaut wird.
Gv-Mais: Anbau in 11 Ländern
2010 wurde gentechnisch veränderter Mais
weltweit in elf Ländern auf einer Fläche von rund 47 Millionen
Hektar angebaut, knapp ein Drittel der Welterzeugung. Die
bedeutendsten Anbauländer für gv-Mais sind die USA, Brasilien und Argentinien.
Die EU deckt ihren Bedarf an Mais überwiegend aus eigenem Anbau.
Bislang wird in
der EU nur ein gentechnisch veränderter Mais ( Bt‑Mais
MON810) angepflanzt. Der Anteil an der Gesamterzeugung beträgt nur ein Prozent. Er
gelangt nicht direkt in die Lebensmittelkette, sondern wird als
Futtermittel und zur Energiegewinnung verwertet.
EU: Einfuhr von Mais
In den Exportländern Argentinien, Brasilien
und den USA wird
großflächig gentechnisch veränderter Mais angebaut. Im Jahr
2009/2010 hat die Europäische Union aus diesen Ländern knapp 3 Millionen
Tonnen Maiskörner, Maiskleber und Maiskeimschrot eingeführt, die in
der Regel als Futtermittel verwendet werden.
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