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Vitamine, Zusatzstoffe: Oft mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen produziertEine Reihe von Zusatzstoffen werden heute mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen. Welche das im Einzelnen sind und in welchen Lebensmitteln sie verwendet werden, ist beim Einkauf nicht zu erkennen. Denn solche "gentechnisch hergestellten" Zusatzstoffe fallen nicht unter die gesetzliche Kennzeichnungspflicht. Zahlreiche Bakterien, Hefen oder Pilze können "von Natur aus" nützliche Stoffe wie Vitamine, Aminosäuren, Enzyme oder Zitronensäure bilden. Schon vor fast hundert Jahren hat man begonnen, dafür geeignete Mikroorganismen in technischen Anlagen zu kultivieren. Doch erst mit den modernen gentechnischen Verfahren ist es möglich geworden, Bakterien, Hefen oder Pilze zweckmäßig zu optimieren und an die industriellen Produktionsbedingungen anzupassen. Dadurch sind biotechnische Verfahren billiger und effektiver geworden. In vielen Fällen haben sie die chemisch-synthetische Herstellung verdrängt.
Einige Vitamine werden auch als Lebensmittelzusatzstoff verwendet: als Konservierungsstoff Ascorbinsäure (E 330, Vitamin C), Farbstoff Riboflavin (E 101, Vitamin B2) oder Farbstoff Beta-Carotin (E 160a, Provitamin A). Solche Zusatzstoffe gelten als mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt und fallen daher nicht unter die in der EU gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht. Nur was aus einem GVO hergestellt ist, muss gekennzeichnet werden. Biotechnische Herstellung: Vorteile für die UmweltBiotechnische Verfahren sind gegenüber der chemisch-synthetischen Herstellung in der Regel kostengünstiger, erzielen eine höhere Ausbeute und haben Vorteile für die Umwelt. So kommen sie ohne aggressive Chemikalien aus, benötigen meist weniger Energie und nutzen nachwachsende Rohstoffe. Die Mikroorganismen "arbeiten" in Edelstahltanks (Fermenter), in denen die Bedingungen optimal eingestellt werden können. Die jeweiligen Substanzen werden isoliert und aufgereinigt. Im fertigen Produkt dürfen keine Überreste der Produktionsorganismen enthalten sein. Dieser Anwendungsbereich der Gentechnologie wird auch als "Weiße Gentechnik" bezeichnet. Mehr bei transGEN:
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