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Futter für
Europas Nutztiere:
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"Gentechnikfreie" Sojabohnen stammen in der Regel aus einigen Regionen Nordbrasiliens. Dort werden ausschließlich konventionelle Sojabohnen angebaut. Der Transport, die Ernte und die Verschiffung nach Europa werden so organisiert, dass "zufällige, technisch unvermeidbare" Beimischungen von gv-Soja so gering wie möglich bleiben und den für die Kennzeichnung maßgebenden Schwellenwert von 0,9 Prozent nicht überschreiten. (Angestrebt wird ein GVO-Anteil von 0,1 Prozent.) In den Häfen Brasiliens wird vor der Verladung auf die Schiffe eine Analyse der Sojarohstoffe auf ihren GVO-Anteil vorgenommen und ein Zertifikat ausgestellt. Für zertifizierte "gentechnik-freie" Sojabohnen wird ein Preisaufschlag berechnet. Nach Angaben des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) ist von der Sojaernte im Brasilien ein Anteil von knapp 10 Prozent (6 von 74 Millionen Tonnen) als "gentechnik-frei" zertifiziert. Derzeit ist die angebotene Menge größer als die Nachfrage in Europa. Einheimische Alternativen zu den Sojaimporten?Europa hat einen großen Teil seiner Futtermittelerzeugung nach Nord- und Südamerika ausgelagert und nimmt dort große Flächen in Anspruch. Umwelt- und entwicklungspolitische Gruppen kritisieren diese Abhängigkeit der europäischen Landwirtschaft von Sojaimporten - nicht nur weil so gentechnisch veränderte Sojabohnen nach Europa kommen, sondern wegen der oft wenig nachhaltigen Bedingungen, unter denen dort Sojabohnen angebaut werden, etwa Monokulturen, Waldrodungen oder Chemikalieneinsatz. Es wird daher eine "europäische Eiweißstrategie" gefordert. Doch ein Anbau eiweißreicher Futterpflanzen in Europa, der auch nur ansatzweise die Sojaimporte ersetzten könnte, ist schwierig. Nach ersten Versuchen in den 1930er-Jahren werden inzwischen vor allem in Süddeutschland wieder Sojabohnen angebaut. Allerdings: Sojabohnen benötigen ein feucht-warmes Klima wie es allenfalls in Südeuropa anzutreffen ist. Die Hauptanbauländer Italien, Frankreich, Österreich, Rumänien und Ungarn ernten jährlich knapp eine Million Tonnen Sojabohnen, gerade mal drei Prozent der europäischen Einfuhren. Als heimische eiweißreiche Futterpflanzen kommen auch Süßlupinen, Ackerbohnen oder Futtererbsen in Frage. Doch: Ihr Anbau ist in der Regel aufwändiger als bei Sojabohnen und ihr Eiweißanteil geringer. Vor allem aber: Um die gesamten Sojabohnen zu ersetzen, sind große Anbauflächen erforderlich. Allein in Deutschland würden je nach Kulturart zusätzliche landwirtschaftliche Flächen zwischen 3,5 und 7 Millionen Hektar benötigt, um vollständig auf Sojaimporte verzichten zu können. Mehr bei transGEN:
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