Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  So 14.03.2010 | 01:17 Uhr
Gentechnik.
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Enzyme, Gentechnik, Lebensmittel


Enzyme können alles: Sie modifizieren Stärke, optimieren Fette und Eiweiße, sie stabilisieren Schäume oder "verkleben" Fleischteile. Enzyme steuern Reifeprozesse, machen die Milch für die Käseherstellung dick und klären Apfelsäfte. Sie helfen, Aromen und Fruchtauszüge zu gewinnen und sorgen für die Bissfestigkeit von Cornflakes.

In der Lebensmittelherstellung spielen Enzyme eine wichtige Rolle. Und: Immer mehr von ihnen werden mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen produziert.

Sanfte Chemie

Enzyme arbeiten unter lebensfreundlichen Bedingungen. Ohne Druck, ohne hohe Temperaturen, ohne aggressive Chemie. Kaum ein Waschmittel verzichtet auf sie.

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Enzymproduktion: Schub durch Gentechnik

Mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen können Enzyme im Prinzip in unbegrenzten Mengen hergestellt werden. Erst dadurch sind enzymatische Verfahren konkurrenzfähig geworden. In vielen Fällen haben sie den Einsatz aggressiver Chemikalien überflüssig gemacht.

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In Zahlen: Enzyme auf dem Weltmarkt

Immer mehr Enzyme werden mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. In der Lebensmittelindustrie sind es vermutlich vierzig bis fünfzig Prozent.

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Die Dicklegung der Milch. Oder: Warum Käse oft "mit Gentechnik" ist

Um Käse zu machen, muss die Milch dick werden. Dazu braucht man Labferment. Traditionell kommt es aus den Mägen geschlachteter Kälber. Heute produzieren Mikroorganismen das Enzym Chymosin - und die sind gentechnisch verändert.

TransGen-Datenbank: Chymosin
 

Werkzeuge der Lebensmitteltechnologen

Die Herstellung der Enzyme ist einfacher geworden, das Wissen um die biochemischen Abläufe in Lebensmitteln hat zugenommen. Mit Enzymen lässt sich eine Menge machen.

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Enzyme in Lebensmitteln:
Zulassungspflicht, aber keine Gentechnik-Kennzeichnung

Bis 2009 war die Verwendung von Lebensmittel-Enzymen in jedem EU-Mitgliedstaat anders geregelt. Seitdem gibt es EU-weit eine Zulassungspflicht für Enzyme. Eine besondere Kennzeichnung "gentechnisch hergestellter" Enzyme gibt es weiterhin nicht.

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Anwendungsbeispiele

Lebensmittel: Von Brötchen bis Farbextrakt

Getränke: Fruchtsaft, Bier, Wein

Glukose und Traubenzucker: Stärkeverzuckerung

Futtermittel: Bessere Verwertung

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Stand: Januar 2010
Lebensmittel. Ist da Gentechnik drin?
Kennzeichnung. Was man dazu wissen muss.
Gen-Food. Eine sichere Sache?

11. Februar 2010 [nach oben springen]

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